Fahne der Terrormiliz Islamischer Staat | Bildquelle: AFP

Todesurteil gegen Deutschen Bundesregierung verhandelt mit Irak

Stand: 11.12.2018 07:14 Uhr

Für mehrere Jahre soll der Deutsche Levent Ö. sich im Irak der Terrormiliz IS angeschlossen haben. Die dortige Justiz verurteilte ihn zum Tode. Nun schaltet sich die Bundesregierung in den Fall ein.

Im Fall eines im Irak zum Tode verurteilten Deutschen hat sich nun die Bundesregierung eingeschaltet. Der 33-Jährige wurde von der irakischen Justiz der Mitgliedschaft in der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) für schuldig befunden. Er soll demnach auch als Kämpfer für den IS aktiv gewesen sein.

Nach Angaben des deutsche Außenministeriums steht die Bundesregierung im engen Austausch mit den Behörden des Iraks. Deutschland habe zudem deutlich gemacht, dass es gegen die Todesstrafe sei. Im Irak wird der Beschuldigte durch die deutsche Botschaft konsularisch betreut.

Radikalisierung auch in Deutschland bekannt

Nach Angaben des "Spiegel" war der nun verurteilte Levent Ö. 2013 mit seiner Ehefrau in den Irak ausgereist, um sich dem IS anzuschließen. Seine Radikalisierung sei deutschen Behörden bekannt gewesen. Die Polizei in Gelsenkirchen habe ihn daher als islamistischen Gefährder eingestuft. Im Irak soll Levet Ö. in der ehemaligen IS-Hochburg Rakka als Ausbilder fungiert haben. Im November 2017 wurde er festgenommen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 11. Dezember 2018 um 06:00 Uhr.

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