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Protest gegen Einfluss Chinas Wong appelliert an Deutschland

Stand: 06.09.2019 22:36 Uhr

"Wenn wir jetzt aufhören, geht die Polizeigewalt weiter", sagt der Hongkonger Bürgerrechtler Wong im tagesthemen-Interview. Deutschland ruft er auf, Druck auf China zu machen. In Hongkong gingen wieder viele auf die Straßen.

Die Demonstranten in Hongkong haben ihre Proteste fortgesetzt. Und sie sind entschlossen, dies auch weiterhin zu tun. Daran ändert auch die überraschende Ankündigung von Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam nichts, das umstrittene Gesetz komplett zurückzunehmen, das Auslieferungen nach China ermöglicht hätte.

An diesem Gesetzesvorhaben hatten sich die Massenproteste ursprünglich entzündet. Sie richten sich inzwischen aber allgemein gegen den wachsenden Einfluss der Führung in Peking auf Hongkong.

Wong Yik Mo, Civil Human Rights Front Hongkong, über die Forderungen der Demonstrierenden
tagesthemen 21:45 Uhr, 06.09.2019

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"Natürlich haben wir Sorgen"

Tausende demonstrierten am Freitagabend vorwiegend friedlich für mehr Demokratie in der chinesischen Sonderverwaltungszone. Im Interview mit den tagesthemen sagte der Bürgerrechtler Wong Yik Mo, es sei wichtig, weiter auf die Straße zu gehen und es sei wichtig, die Polizeigewalt bei vorangegangenen Demonstrationen zu untersuchen. "Wenn wir jetzt aufhören, geht die Polizeigewalt nur weiter."

Auf die Frage, ob er fürchte, dass die Protestbewegung den Rückhalt der Hongkonger verlieren könnte, da sich Unternehmer zunehmend Sorge um den Ruf der Stadt machen, sagte er in dem Interview: "Natürlich haben wir Sorgen. Aber was können wir tun? Sollen wir jetzt aufhören? Dann ist Hongkong wieder reich, aber wir haben wieder keine Menschenrechte und keine Freiheit." An Deutschland appellierte er, seinen Einfluss in China geltend zu machen.

Merkel: "Rechte und Freiheiten" gewähren

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist derzeit in China zu Besuch und hat das Thema Hongkong bei einem Treffen mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang offenbar auch deutlich angesprochen. Den Bürgern in Hongkong müssten "Rechte und Freiheiten" gewährt werden, betonte die Kanzlerin im Anschluss.

Am Samstag setzt Merkel ihren China-Besuch in der Provinzmetropole Wuhan fort. Dort will sie auch mit Studenten sprechen. Ferner wird sie ein Autozuliefer-Unternehmen mit deutscher Beteiligung besuchen.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 06. September 2019 um 21:45 Uhr.

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