Der Premierminister von Somalia, Mohamed Hussein, der Präsident von Niger, Mohamed Bazoum, der Präsident von Sierra Leone, Julius Maada Bio, und die ehemalige australische Premierministerin Julia Gillard auf dem Global Education Summit in London. | AFP

Internationaler Bildungsgipfel Vier Milliarden Dollar für globales Lernen

Stand: 29.07.2021 22:04 Uhr

Regierungen und Unternehmen haben bei einer internationalen Konferenz in London mehr als vier Milliarden US-Dollar für die Bildung von Kindern weltweit versprochen. Mit dem Geld sollen Rückstände in ärmeren Ländern aufgeholt werden.

Die internationale Gemeinschaft hat sich in London auf Fördergelder in Höhe von vier Milliarden US-Dollar - umgerechnet rund 3,37 Milliarden Euro - für weltweite Bildung von 175 Millionen Kindern geeinigt. Das teilte die Globale Partnerschaft für Bildung nach einem zweitägigen Gipfel in London mit, an dem sich neben Deutschland, Großbritannien und der EU etliche andere internationale Partner beteiligten. Die EU-Staaten versprachen als "Team Europe" 1,7 Milliarden Euro, Großbritannien sagte 430 Millionen Pfund zu, was umgerechnet rund 505 Millionen Euro entspricht.

Bildungsnotstand verschärft sich durch Pandemie

Die Globale Partnerschaft für Bildung, die ärmere Länder in Kontakt mit internationalen Organisationen, privaten und öffentlichen Spendern sowie der Zivilgesellschaft bringt, will in den kommenden fünf Jahren mindestens fünf Milliarden US-Dollar einsammeln und bis 2025 mindestens 88 Millionen mehr Mädchen und Jungen in die Schulen bringen.

Durch die Corona-Pandemie hat sich der internationale Bildungsnotstand verschärft. In vielen Ländern mussten Schulen zeitweise geschlossen werden, in einigen Teilen der Welt können Kinder noch immer nicht in die Schulen zurück. Nichtregierungsorganisationen kritisierten die Zusagen als nicht weitreichend genug, um die Rückstände aufzuholen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 29. Juli 2021 um 21:30 Uhr.