Illustration von Kopenhagen und dem Projekt ''Holmene'' | Bildquelle: REUTERS

Kopenhagen will anbauen Reif für die Inseln

Stand: 07.01.2019 15:43 Uhr

Kopenhagen ist dicht besiedelt, will aber neue Firmen anlocken. Die Lösung: Vor der Stadt sollen künstliche Inseln Platz für Firmen und Menschen bieten. Von einem europäischen "Silicon Valley" ist die Rede.

Südlich von Kopenhagen sollen bis zum Jahr 2040 neun künstliche Inseln für Firmenansiedlungen entstehen. Mit dem Projekt "Holmene" werde eines der größten, nachhaltigsten und innovativsten Gewerbegebiete Nordeuropas geschaffen, teilten die dänische Regierung und die Kommune Hvidovre mit. 12.000 Arbeitsplätze sollen auf den Inseln entstehen.

Der Direktor der Arbeitgebervereinigung Dansk Erhverv, Ex-Wirtschaftsminister Brian Mikkelsen, sprach laut dem Sender TV2 bereits von einem "europäischen Silicon Valley", das entstehen könne.

Durch das Projekt werde der Standort Dänemark im internationalen Wettbewerb gestärkt, wenn es darum gehe, Unternehmen ins Land zu holen, sagte Innenminister Simon Emil Ammitzböll-Bille.

Kopenhagen Inseln
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Architekten-Illustration von Holmene, die Inseln vor Kopenhagen

Wachstumsmotor für Dänemark

Rund um Kopenhagen fehle Platz für die Industrie, erklärte Wirtschaftsminister Rasmus Jarlov. "Es ist äußerst wichtig, dass wir daran arbeiten, die Rahmenbedingungen für Wachstum und Entwicklung in der Hauptstadtregion zu stärken." Das Projekt sei ein Wachstumsmotor für ganz Dänemark.

Bis das Projekt umgesetzt ist, wird es allerdings noch viele Jahre dauern: Der erste Spatenstich soll 2022 gesetzt werden, 2040 soll "Holmene" (deutsch: "die kleinen Inseln") dann fertig sein. Wie teuer das Projekt schätzungsweise sein wird, ist noch unklar.

Schutz vor Sturmfluten

Ministerpräsident Lars Lökke Rasmussen hatte bereits Anfang Oktober Pläne für eine riesige künstliche Insel vorgestellt, die die Fläche Kopenhagens vergrößern und die Stadt gleichzeitig vor Sturmfluten und steigendem Meeresspiegel schützen soll. Die neue Insel mit dem Projektnamen "Lynetteholmen" soll in einigen Jahrzehnten Wohnraum für 35.000 Menschen bieten.

Beim Projekt "Holmene" handelt es sich dagegen um ein reines Wirtschaftsprojekt, erklärte Jarlov. Kopenhagen hat bereits mehrere künstlich aufgeschüttete Landflächen - unter anderem im Bereich des Nordhafens und der Insel Amager im Osten.

Illustration von Kopenhagen und dem Projekt ''Holmene'' | Bildquelle: REUTERS
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Eine Illustration zeigt, wie die Insel im Süden von Kopenhagen einmal aussehen könnten.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 07. Januar 2019 um 17:00 Uhr.

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