Anak Krakatau | Bildquelle: AFP

Nach dem Ausbruch Indonesischer Vulkan geschrumpft

Stand: 29.12.2018 12:12 Uhr

Der indonesische Vulkan Anak Krakatau hat bei seinem Ausbruch vor einer Woche mehr als zwei Drittel seiner Höhe eingebüßt. Raumfahrtbilder zeigen, wie die Masse verloren ging. Zudem bebte es in der Region erneut.

Da war er nur noch ein Drittel seines früheren Selbst: Der indonesische Vulkan Anak Krakatau, dessen Ausbruch vor einer Woche einen tödlichen Tsunami auslöste, hat bei der Eruption mehr als zwei Drittel seiner Höhe eingebüßt. Wie die indonesische Vulkanbehörde mitteilte, geht das aus einer visuellen Analyse hervor.

Der ursprünglich 338 Meter hohe Berg misst demnach nur noch 110 Meter, seine Spitze war vom Beobachtungsposten aus nicht mehr zu sehen. Die Vulkanbehörde schätzt, dass der Vulkan zwischen 150 und 180 Millionen Kubikmeter an Masse verlor, als große Mengen an Gestein, Lava und Geröll nach einer Reihe von Eruptionen ins Meer stürzten.

Absturz ins Meer

Bilder der japanischen Raumfahrtbehörde zeigten, dass ein zwei Quadratkilometer großes Stück der Vulkaninsel in der Sundastraße zwischen den indonesischen Inseln Sumatra und Java abgebrochen und ins Meer gestürzt ist.

Erdbeben auf Philippinen

Zudem bebte es auf dem Pazifischen Feuerring erneut. Mit einer Stärke von 7,2 wurde der Süden der Philippinen erschüttert. Eine anfängliche Tsunami-Warnung hoben die Behörden inzwischen wieder auf.

Laut dem Institut für Vulkanologie und Seismologie der Philippinen (Phivolcs) wurden nach dem Erdbeben lediglich Wellen in einer Höhe von bis zu 80 Zentimetern über den Gezeiten gemeldet. Darüber hinaus habe es in der tieferen See einige Unruhe gegeben. Das Epizentrum des Bebens lag 162 Kilometer südöstlich vor der Küste der Stadt Governor Generoso auf der Insel Mindanao.

90 Prozent aller Beben auf Pazifischem Feuerring

Auf dem Pazifischen Feuerring ereignen sich etwa 90 Prozent aller Erdbeben weltweit. Das letzte starke Beben erschütterte das Land im Oktober 2013: Damals wurden durch ein Beben der Stärke 7,1 mehr als 220 Menschen getötet. Im Juli 1990 kamen bei einem Beben der Stärke 7,8 auf der im Norden liegenden Insel Luzon mehr als 2400 Menschen ums Leben. Es war eines der schwersten Beben, von denen das Land jemals getroffen worden war.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 29. Dezember 2018 um 09:50 Uhr.

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