Bewohner von Süd-Sulawesi retten sich auf einem Schlauchboot vor den Fluten. | Bildquelle: AP

Unwetter in Indonesien Monsun überflutet Staudamm

Stand: 23.01.2019 12:10 Uhr

Starke Regenfälle haben auf der Insel Sulawesi zu Erdrutschen und Überschwemmungen geführt. Im Bezirk Gowa im Süden der Insel lief ein Staudamm über. Mehrere Menschen kamen ums Leben.

Tagelanger Monsun-Regen hat auf der indonesischen Insel Sulawesi Überflutungen und Erdrutsche ausgelöst. Mindestens acht Menschen kamen ums Leben, etliche werden vermisst. Mehr als 2000 Bewohner mussten ihre Häuser und Wohnungen verlassen.

Auf einem Foto der indonesischen Katastrophenschutzbehörde ist das Ausmaß der Überschwemmungen in Sulawesi aus der Luft zu sehen. | Bildquelle: AFP
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Aus der Luft zeigt sich das Ausmaß der Überschwemmungen auf Sulawesi.

Besonders bedrohlich wurde die Lage nach Angaben der Provinzregierung am Bili-Bili-Damm. Das Wasser stieg dort so hoch, dass es über die Dammkrone floss. Die Betreiber hätten den Damm daraufhin öffnen müssen, um eine noch größere Gefahr zu verhindern, hieß es. Den Mitarbeitern blieb aber keine Zeit mehr, die Bewohner flussabwärts zu warnen.

Rettungskräfte rechnen mit weiteren Opfern

Neben der Flutwelle löste der tagelange Regen in der Region Gowa auch mehrere Erdrutsche aus. Außerdem wurden mehrere Brücken beschädigt. Auch die Stromversorgung fiel aus. Die Menschen in den betroffenen Gebieten warten nun auf schweres Gerät, um mit der Suche nach Vermissten beginnen zu können. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde werden vier Menschen vermisst. Die Provinzregierung spricht von 20 Vermissten.

Während der Regenzeit kommt es in Indonesien häufig zu Überschwemmungen und Erdrutschen - der Monsun dauert etwa von November bis März.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 24. Januar 2019 um 15:00 Uhr.

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