Eine Frau sitzt mit ihrem Kind vor einem vom Sturm zerstörten Haus in Puri. | Bildquelle: AFP

Indien und Bangladesch Zyklon "Fani" richtet schwere Schäden an

Stand: 04.05.2019 16:47 Uhr

Der Wirbelsturm "Fani" hat auch in Bangladesch Tote und Verletzte gefordert. Inzwischen hat sich der Wirbelsturm abgeschwächt. In Indien haben bereits die Aufräumarbeiten begonnen.

Zerstörte Häuser, umgestürzte Strommasten, ganze Landstriche unter Wasser: Der Zyklon "Fani" hat schwere Schäden in Indien hinterlassen, sich auf seinem Weg in Richtung Bangladesch aber deutlich abgeschwächt. Die Meteorologiebehörde in der Hauptstadt Dhaka maß Windgeschwindigkeiten von bis zu 88 Kilometer pro Stunde. In Dhaka und einigen Küstengebieten Bangladeschs gab es heftige Regenfälle.

Die Häfen wurden geschlossen. Die Zahl der Todesopfer liegt Medienberichten zufolge allein in Indien bei mindestens acht, in Bangladesch kamen mindestens vier Menschen ums Leben. Wegen der beschädigten Infrastruktur ist die Kommunikation vielerorts nur eingeschränkt möglich. Die Zahl könnte also auch noch steigen. Hunderte Menschen wurden mit Verletzungen in Krankenhäusern behandelt.

Ein Mann klettert durch die Trümmer eines zerstörten Hauses am Strand von Puri. | Bildquelle: AFP
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Viele Häuser in Puri wurden schwer beschädigt.

Der tropische Wirbelsturm hatte bereits am Freitag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 205 Kilometer pro Stunde das Festland in der Nähe der indischen Stadt Puri getroffen. 24 Stunden später wurden nur noch knapp 100 Kilometer pro Stunde gemessen.

In Indien haben die Aufräumarbeiten bereits begonnen. Bagger schaufelten Straßen frei und räumten Schutt weg. Die Behörden versuchen, die Leitungen für Strom und Telefon wieder herzustellen.

Auch Flüge und Zugverbindungen sollten bald wiederaufgenommen werden, sagte der Sprecher des Katastrophenschutzes in Indien: "Unsere Teams gehen zu allen betroffenen Orten, sie dokumentieren die Schäden und helfen, wo es nötig ist", sagte er. "Wir arbeiten schon seit heute Morgen, seitddem sich der Zyklon hier abgeschwächt hat."

Ein Motorrad fährt durch überschwemmte Straßen in Puri. | Bildquelle: AFP
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In den Städten waren die Straßen überflutet.

Mehr als 1,2 Millionen Menschen brachte das Helferteam schon vor Tagen in sichere Unterkünfte, in denen auch Essen ausgeteilt wird. Vor 20 Jahren waren genau in dieser Region durch einen Zyklon fast 10.000 Menschen gestorben. Durch bessere Wettervorhersagen und auch die guten Vorbereitungen konnten dieses Mal wohl viele Menschenleben gerettet werden.

Auch in Bangladesch wurden mehr als eine Million Menschen in Sicherheit gebracht. Die Saison für Zyklone hat in dieser Region gerade erst begonnen.

Mit Informationen von Silke Diettrich, ARD-Studio Neu-Delhi

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 04. Mai 2019 um 05:00 Uhr.

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