Ein Mitarbeiter der Weltgesundheitsorganisation WHO im Kongo wird gegen Ebola geimpft (Archivbild). | Bildquelle: dpa

Nach erneutem Ausbruch Kongo startet Impfkampagne gegen Ebola

Stand: 09.08.2018 08:35 Uhr

Eine Impfkampagne im Kongo soll den jüngsten Ausbruch des lebensbedrohlichen Ebola-Fiebers unter Kontrolle bringen. In den betroffenen Gebieten werden 3000 Dosen des Impfstoffs verabreicht.

Die Demokratische Republik Kongo geht mit einer Impfkampagne gegen das lebensbedrohliche Ebola-Virus vor. Wie Gesundheitsminister Oly Ilunga Kalenga mitteilte, sollten in den betroffenen Gebieten im Landesosten 3000 Dosen des Impfstoffs verabreicht werden. Zunächst solle medizinisches Personal, das Kontakt zu Ebola-Patienten hat, immunisiert werden, anschließend Menschen, die Kontakt zu den Kranken hätten. "Diese Impfungen werden uns erlauben, das Schema der Übertragung zu durchbrechen", sagte Kalenga.

Das hochansteckende Virus, das Fieber und innere Blutungen verursacht, trat Ende Juli im Kongo auf und breitete sich rasch aus. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht von mindestens 43 Fällen aus - von 16 Patienten, bei denen die Erkrankung nachgewiesen wurde, starben nach WHO-Angaben neun.

Bei einer verheerenden Ebola-Epidemie im Jahr 2015 waren in Liberia, Guinea und Sierra Leona Zehntausende Menschen an dem Virus gestorben. Die WHO hatte später schwere Fehler bei der Bekämpfung der Seuche eingeräumt.

Vorherige Impfkampagne im Nordwest-Kongo

Der nun verwendete Impfstoff kam bereits bei einem Ausbruch im Nordwesten des Kongo zum Einsatz. Dort war im Juli die Epidemie für beendet erklärt worden.

Experten warnen jedoch, dass die Bekämpfung diesmal deutlich schwieriger sein könne: Im Osten des Kongo kämpfen mehrere bewaffnete Gruppen gegeneinander.

Die von Ebola betroffene Gegend in den Provinzen Nord-Kivu und Ituri grenzt an Ruanda und Uganda - dort leben mehr als eine Million Vertriebene.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 09. August 2018 um 07:30 Uhr.

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