Nach Anschlägen auf Möbelhäuser Erpresser setzt IKEA unter Druck

Stand: 29.09.2017 16:35 Uhr

IKEA-Filiale in Dresden
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In der Dresdner IKEA-Filiale detonierte im Juni ein Sprengsatz und verletzte zwei Kunden.

Die schwedische Möbelkette IKEA wird erpresst. Im Zusammenhang mit einer Anschlagsserie in verschiedenen Filialen bedrohe eine Person den Konzern, erklärte eine Sprecherin. "Wir arbeiten in mehreren Ländern mit der Polizei zusammen. Die Drohungen des Erpressers sind nicht auf ein Land konzentriert, sondern richten sich gegen IKEA generell", sagte die Sprecherin.

Im Dresdner Möbelhaus von IKEA war am 10. Juni ein Sprengsatz detoniert, der zwei Kunden leicht verletzte. Zuvor hatte es Ende Mai ähnliche Anschläge in Konzernfilialen in Belgien, Frankreich und den Niederlanden gegeben. Nach den Anschlägen verstärkte das Unternehmen europaweit die Sicherheitsvorkehrungen. "Eine sichtbare Maßnahme ist, dass vor jedem Einrichtungshaus Sicherheitspersonal steht", sagte eine Konzernsprecherin. Laut IKEA ist die Sicherheit in allen Möbelhäusern der Kette gewährleistet.

Berichte über Millionenforderung

Weitere Einzelheiten des Falles will IKEA mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen der Polizei nicht veröffentlichen. In Deutschland wird gegen die unbekannten Täter wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und Körperverletzung ermittelt. Französische Medien hatten im Zusammenhang mit den Anschlägen und dem Erpressungsfall berichtet, dass eine polnische Bande sechs Millionen Euro von dem Konzern fordere. Dass es sich tatsächlich um polnische Täter handelt, bestätigte das sächsische Landeskriminalamt nicht.

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