Rauch steigt auf in Kafr Ain südlich der Provinz Idlib | Bildquelle: AFP

Idlib Russische Luftwaffe fliegt neue Angriffe

Stand: 08.09.2018 13:57 Uhr

Russische und syrische Kampfjets haben neue Angriffe in der syrischen Provinz Idlib geflogen. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte spricht von den schwersten Attacken seit vier Wochen.

Einen Tag nach den gescheiterten Bemühungen der Türkei um eine Waffenruhe im syrischen Idlib haben syrische und russische Streitkräfte Ortschaften in der Rebellenprovinz unter Beschuss genommen. Augenzeugen und Rettungskräfte berichteten von mehreren Dutzend Luftangriffen auf Dörfer und Städte, die von Aufständischen kontrolliert werden.

Dabei hätten syrische Hubschrauber auch international geächtete Fassbomben auf zivile Wohngegenden in den Randbezirken des Ortes Chan Scheichun abgeworfen, sagten zwei Anwohner. Nach Angaben des Zivilschutzes wurden mindestens vier Zivilisten in dem Dorf Abdeen im Süden der Provinz getötet.

Alexander Stenzel, ARD Kairo, zzt. Damaskus, zu den Luftangriffen auf Idlib
tagesschau 13:15 Uhr, 09.09.2018

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Sorge vor Blutbad

Beobachter befürchten ein Blutbad. In der von Dschihadisten und islamistischen Rebellengruppen kontrollierten Provinz im Nordwesten Syriens leben 2,9 Millionen Menschen, darunter 1,4 Millionen Vertriebene aus anderen Landesteilen. Im Fall einer Großoffensive drohen erbitterte Kämpfe, da es für die Rebellen keine Ausweichmöglichkeit in Syrien mehr gibt.

Die Türkei will einem möglichen Blutbad in der Provinz Idlib nicht tatenlos zusehen. "Wenn die Welt vor der Tötung Zehntausender unschuldiger Menschen beide Augen zudrückt, um den Interessen des Regimes zu dienen, werden wir weder von der Seitenlinie zuschauen noch ein solches Spiel mitspielen", schrieb Präsident Recep Tayyip Erdogan auf Twitter.

USA bereiten Optionen für syrischen C-Waffenangriff vor

Die US-Armee arbeitet an militärischen Optionen für den Fall eines syrischen Chemiewaffeneinsatzes gegen die Rebellenprovinz. Über dieses Thema gebe es einen "Routinedialog" mit Präsident Donald Trump, sagte Generalstabschef Joseph Dunford auf einer Indien-Reise vor Journalisten.

Es sei allerdings noch keine Entscheidung gefallen, ob die Vereinigten Staaten militärische Gewalt anwenden würden, sollte Syrien chemische Waffen bei einem Angriff auf Idlib einsetzen. Trump sei über die Entwicklung solcher Optionen unterrichtet worden.

UN befürchten humanitäre Katastrophe

Nach ihrer Niederlage in anderen Landesteilen waren viele Aufständische und ihre Familien nach Idlib gebracht worden. Laut UN wird Idlib von rund 10.000 Milizionären gehalten. Die meisten von ihnen haben sich islamistischen Gruppierungen angeschlossen. Die Vereinten Nationen haben wiederholt vor einer humanitären Katastrophe bei einer Armee-Offensive gewarnt.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 08. September 2018 um 15:00 Uhr.

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