Ein zerstörter lokaler Flughafen im US-Bundesstaat Louisiana. | REUTERS

Hurrikan über US-Golfküste "Laura" hinterlässt Spur der Verwüstung

Stand: 28.08.2020 06:45 Uhr

Hurrikan "Laura" hat an der US-Golfküste schwere Verwüstungen hinterlassen. Mindestens sechs Menschen starben. Trotz der Zerstörung: Es kam nicht so schlimm, wie vorher von vielen Experten befürchtet.

Einer der stärksten Hurrikans, die je die US-Küste getroffen haben, hat im Bundesstaat Louisiana eine Hunderte Kilometer lange Spur der Verwüstung hinterlassen. Mindestens sechs Menschen kamen im Südwesten der USA durch "Laura" ums Leben. Die genaue Einschätzung der Schäden dürfte Tage dauern, es zeichnete sich jedoch ab, dass sie nicht ganz so groß waren, wie befürchtet.

Nachdem "Laura" als Hurrikan der Stärke 4 von 5 am Donnerstagmorgen östlich der Grenze von Louisiana und Texas auf Land getroffen war, beschädigte der Sturm Gebäude, hinterließ ganze Viertel in Ruinen und 875 000 Menschen ohne Strom. Trotzdem herrschte ein Gefühl der Erleichterung, da Meteorologen deutlich größere Schäden vorhergesagt hatten.

Noch stärker als "Katrina"

"Es ist deutlich, dass wir nicht den absolut katastrophalen Schaden erlitten haben, von dem wir ausgegangen sind", sagte der Gouverneur von Louisiana, John Bel Edwards. "Aber wir haben einen enormen Schaden erlitten." Er sprach vom stärksten Hurrikan, der Louisiana je getroffen habe. Das heißt, "Laura" übertraf sogar "Katrina", der als verheerender Hurrikan der Stärke 3 im Jahr 2005 auf Land getroffen war.

In Texas wurden laut Gouverneur Greg Abbott zunächst keine Todesopfer verzeichnet. Er sprach von einem "Wunder", sollte sich dies bestätigen. US-Präsident Donald Trump kündigte an, er werde die Region am Wochenende besuchen. Die Windgeschwindigkeiten von "Laura" erreichten 240 Kilometer pro Stunde. Erst elf Stunden nachdem der Sturm Land erreichte hatte, wurde er von einem Hurrikan zum Tropensturm heruntergestuft, der am Abend noch Windgeschwindigkeiten von 65 Kilometern pro Stunde brachte.

Für die Regierung in Louisiana stellt "Laura" in der Coronavirus-Pandemie eine besondere Herausforderung dar. In einigen Gebieten unter Evakuierungsanordnung hatte es zuletzt steigende Infektionsraten gegeben. Wenn der Sturm sich in Richtung Osten bewegt und den Atlantischen Ozean erreicht, könnte er wieder an Stärke gewinnen und für den dicht besiedelten Nordosten der USA eine Gefahr darstellen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 28. August 2020 um 02:43 Uhr.