Ein Mann steht im Wasser am Dock im texanischen Corpus Christi, nachdem Hurrikan ''Hanna'' auf Land getroffen ist. | Bildquelle: AP

Atlantik-Wirbelsturm Hurrikan "Hanna" fegt über Texas

Stand: 26.07.2020 14:12 Uhr

Hurrikan "Hanna" hat mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde Texas erreicht. Danach schwächte er sich ab und wurde zum Tropensturm herabgestuft. Die Schäden sind bisher überschaubar.

Als Hurrikan der niedrigsten Stufe eins hat "Hanna" Texas erreicht. In der Spitze erreichte er 150 Kilometer pro Stunde. Kurz darauf stufte ihn das Nationale Hurrikan-Zentrum der US-Klimabehörde NOAA zu einem Tropensturm herab.

Schäden wurden zunächst nur aus der Küstenstadt Port Mansfield gemeldet. Das Hurrikan-Zentrum warnte aber weiterhin vor schweren Regenfällen, die zu lebensbedrohlichen Sturzfluten führen könnten. Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, rief für zahlreiche Bezirke den Notstand aus.

Ein Satellitenbild des Hurrikans ''Hanna'' | Bildquelle: NASA/HANDOUT/EPA-EFE/Shutterstoc
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Der Hurrikan bewegt sich auf die texanische Küste zu.

Corona erschwert Hilfsmaßnahmen

Abbott sagte laut US-Medien, die In Texas grassierende Corona-Pandemie erschwere die Arbeit der Helfer. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität sind in Folge der Corona-Pandemie bisher rund 5000 Menschen allein in Texas gestorben.

Ein weiterer Hurrikan ist unterdessen im Pazifik entstanden. Hurrikan "Douglas" werde "gefährlich nahe" an den größten Inseln Hawaiis vorbeiziehen, teilte das Hurrikan-Zentrum mit. Es werde aber erwartet, dass er sich abschwäche.

Ein Mann hält einen Regenschirm fest. | Bildquelle: AP
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Mit bis zu 150 Kilometern pro Stunde ist der Tropensturm "Hanna" im US-Bundesstaat Texas auf Land getroffen.

NOAA rechnet mit vielen Hurrikans

Über dem Atlantik erwartete NOAA in diesem Jahr eine überdurchschnittlich aktive Hurrikan-Saison. Dies teilte die Behörde bereits im Mai mit. Grund seien eine Reihe von Faktoren wie höhere Wassertemperaturen nahe der Oberfläche im Atlantik und der Karibik, schwächere Passatwinde und ein stärkerer westafrikanischer Monsun.

Von Juni bis Ende November sei deshalb mit bis zu zehn Hurrikans zu rechnen, davon könnten bis zu sechs sehr starke Wirbelstürme werden, hatte die Behörde erklärt. Im Durchschnitt gibt es pro Jahr über dem Atlantik sechs Hurrikans, drei davon entwickeln sich zu Stürmen großer Stärke.

Hurrikan "Douglas" im Pazifik

Auch im Pazifik gibt es derzeit einen Hurrikan. "Douglas" sei mit Windgeschwindigkeiten von rund 160 Stundenkilometern in Richtung Hawaii unterwegs. Das Hurrikan-Zentrum erwartete allerdings, dass sich der Hurrikan der Stufe zwei abschwächt. Der Vorhersage zufolge soll er in der Nacht zu Sonntag (Ortszeit) in der Nähe der größten Inseln Hawaiis sein - dann als Sturm knapp unterhalb der Hurrikan-Schwelle.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 26. Juli 2020 um 04:55 Uhr.

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