Zerstörtes Haus in Panama City | Bildquelle: AFP

Hurrikan "Michael" Verwüstungen in Florida

Stand: 11.10.2018 10:42 Uhr

Mit gewaltiger Kraft ist Hurrikan "Michael" über Florida hinweggefegt. Häuser, Bäume, Straßen wurden zerstört. Noch ist das Ausmaß der Schäden nur zu erahnen. Mancher Bewohner denkt ans Wegziehen.

Von Torsten Teichmann, ARD-Studio Washington

In einer Wohnsiedlung in Panama City, einer Kleinstadt an der US-Golfküste, trauen sich die Bewohner am Abend wieder vor ihre Häuser. Hurrikan "Michael" ist durch ihr Viertel gezogen. "Das war wie ein Düsentriebwerk. Im Ohr hast Du den Druckwechsel gespürt. Das war angsteinflößend."

Hurrikan "Michael" verwüstet Florida
tageschau24 10:00 Uhr, 11.10.2018, Claudia Buckenmeier, ARD Washington

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 "Der Baum schoss durch die Decke"

Auf Fernsehbildern ist zu sehen, dass große Baumkronen die Straßen versperren. Ein Baum hat auch das Haus von Penny McDaniel getroffen: "Ich ging in meine Küche, um den Kopf einzuziehen und legte eine Matratze über mich. So lag ich da, als ich plötzlich den Einschlag höre", berichtet McDaniel. "Ich habe die Taschenlampe genommen, nachgesehen und gedacht, sieh zu, dass Du aus der Küche kommst. Der Baum schoss einfach durchs Dach. Ich hörte die Baumstämme umknicken."

Wirbelsturm "Michael" hatte die US-Küste am frühen Nachmittag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometern pro Stunde erreicht. Der Sturm deckte Häuser ab, ließ Gerüste einstürzen und schob ganze Stockwerke zur Seite. Viele Straßen sind unterspült, in Franklin County sind Rettungskräfte in den einzelnen Städten von der Außenwelt abgeschnitten. 

Ein Toter und neue Warnungen

Der Badeort Mexico Beach wurde vollständig verwüstet. Die Sturmflut drückte Meerwasser meterhoch in die Straßen. Von vielen Häusern ist nur noch das Dach zu sehen. Es gibt erste Berichte über Opfer. Ein Mann starb nahe Greensboro, nachdem ein Baum auf sein Haus gestürzt war.

Das ganze Ausmaß der Verwüstung wird erst in ein paar Tagen abzusehen sein. Floridas Gouverneur Rick Scott mahnt, die Gefahr sei auch noch nicht vorbei: "Wenn Sie es mit der Familie sicher durch den Sturm geschafft haben, dann verhalten Sie sich jetzt nicht leichtsinnig, bringen Sie sich nicht in Gefahr und halten die Rettungskräfte nicht von der Arbeit ab", appelliert er an die Menschen.

"Michael" hat weniger Kraft

Inzwischen hat Hurrikan "Michael" deutlich an Kraft verloren. Aber der Sturm trägt heftige Regenfälle und die Gefahr von Tornados in die Bundesstaaten Georgia, North und South Carolina. Also ein Gebiet, das seit vier Wochen mit den Folgen von Wirbelsturm "Florence" kämpft.

"Hoffentlich zieht der Sturm so schnell ab, dass North und South Carolina nicht viel Regen abbekommen", sagt der Chef des US-Katstrophenschutzes FEMA, Brock Long. "Nach Hurrikan 'Florence' stehen Flüsse wie der Cape Fear immer noch über dem normalen Pegel. Jede Form von Regen ist zu viel." Immerhin: Auf seinem Kurs Richtung Georgia wurde er zu einem Tropensturm herabgestuft.

 "Dies war mein letzter Hurrikan"

In Panama City betrachtet Antresse McCormik die Lage vor ihrem kleinen, flachen Haus. "Bei mir sind viele Bäume umgeknickt. Die Decke in meinem Wohnzimmer ist eingestürzt. Ich habe mit einem Nachbarn gesprochen, dessen gesamte Decke ist eingebrochen." Sie zeigt ein Foto in die Kamera, auf dem zu erkennen ist, wie das Holz der Decke über ihrem Wohnzimmer geborsten ist. Die Leisten zeigen in alle Richtungen. Beängstigend sei das, berichtet sie. "Das ist mein erstes Jahr in Florida, mein erster großer Hurrikan und glaubt mir: Es wird mein letzter sein."

Es sei Zeit, umzuziehen, sagt die US-Amerikanerin. Sie wird nach diesem außergewöhnlich harten Hurrikan in Florida nicht die einzige sein, die mit dem Gedanken spielt. 

Schneise der Verwüstung: Hurrikan Michael trifft Florida hart
Torsten Teichmann, ARD Washington
11.10.2018 06:43 Uhr

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Über dieses Thema berichtete das nachtmagazin am 11. Oktober 2018 um 00:00 Uhr.

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