Tobende Brandung in North Carolina | Bildquelle: AP

Trotz Herabstufung "Florence" bleibt zerstörerisch

Stand: 14.09.2018 11:52 Uhr

Hurrikan "Florence" hat vor der US-Ostküste erneut an Kraft verloren und wurde auf Stufe 1 herabgestuft. Doch Experten beunruhigt die immense Größe und Langsamkeit.

Von Arthur Landwehr, ARD-Studio Washington

Jetzt kommt der Moment, an dem sich zeigt, ob die Vorhersagen stimmen und ob der Hurrikan "Florence" die zerstörerischen Kräfte in sich trägt, vor dem sich die Menschen und die Behörden in North und South Carolina fürchten. 

Am frühen Donnerstagabend Ortszeit war der Sturm mit seinem Zentrum der Küste so nahe gekommen, dass der Wind Hurrikanstärke erreichte - obwohl das Zentrum noch weit über 100 Kilometer entfernt war. Inzwischen lässt der Wind etwas nach, "Florence" hat jetzt nur noch die Kategorie 1.

Schwere Überschwemmungen nach Hurrikan "Florence"
tagesschau 17:00 Uhr, 14.09.2018, Jan Philipp Burgard, ARD Washington

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Letzte Appelle an zurückgebliebene Bewohner

Aber der enorme Regen überflutet bereits Straßen, an einigen Stellen fließt das Meerwasser über die Dünen in die Wohngebiete. Deshalb gab es am Nachmittag noch einen letzten Appell an zurückgebliebene Bewohner, die Küste zu verlassen. Und die Warnung des Katastrophenschutzes, dass viel zerstört sein werde, es keinen Strom gebe, aber man auch damit rechnen müsse, eine Weile weg zu bleiben.

Die meisten sind der Aufforderung gefolgt, vor allem die, die in der Vergangenheit Hurrikans erlebt hatten, die schwächer als "Florence" waren. Sie habe schon einen Sturm erlebt. Dieser mache sie nervös und sie habe alles zurück gelassen, erzählt eine Frau.

Andere dagegen wollen ausharren. Sie wissen, dass im schlimmsten Fall niemand zu Hilfe kommen kann. Die Motive sind unterschiedlich. Manche haben Angst über lange Zeit nicht zurück kommen zu können oder dass ihre Wohnung geplündert wird. Oder sie glauben einfach, dass es schon nicht so schlimm kommt. Sorgen macht ihm nur Überschwemmung, aber er habe Sandsäcke, meint ein Mann.

Hurrikan "Florence": Überflutungen in New Bern | Bildquelle: dpa
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Hurrikan "Florence": Überflutungen in New Bern

"Florence" langsamer als zuvor

Hurrikan "Florence" bewegt sich langsamer als zuvor auf die Küste zu. Das ist genau das, was der Katastrophenschutz gemeinsam mit den Meteorologen befürchtet hatte. Mit nur noch zehn Stundenkilometern kommt "Florence" voran. Das bedeutet, dass es noch Stunden dauert, bis das Auge des Sturms an Land kommt. So lange aber kommt Windböe um Windböe und es fallen enorme Regenmengen, die für noch mehr Überschwemmung und Zerstörung sorgen.

Die Befürchtung ist, dass "Florence" fast ganz zum Stillstand kommen könnte und dann für lange Zeit Zerstörung anrichten kann. In der Vergangenheit ist es immer wieder passiert, dass sich Wirbelstürme einfach vor der Küste festsetzten und nicht an Land kamen, wo sie sich abschwächen.

Sandsäcke vor Häusern am North Topsail Strand von North Carolina | Bildquelle: AP
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Bewohner schützen ihre Häuser am North Topsail Strand von North Carolina mit Sandsäcken.

 Verteidigungsministerium unterstützt Katastrophenschutz

Das amerikanische Verteidigungsministerium hat inzwischen bekannt gegeben, dass es Soldaten, Fachleute und Material wie Generatoren an den Rand des betroffenen Gebiets gebracht hat. Sobald der Sturm vorbei ist, will man dann den Katatastrophenschutz FEMA bei eventuellen Rettungseinsätzen, vor allem aber bei Reparaturarbeiten unterstützen. Man stelle alles zur Verfügung, was man für solche Situationen habe.

In 150.000 Haushalten fiel bereits der Strom aus. Die Behörden gehen davon aus, dass es noch mehr werden. Das ist solange kein großes Problem, wie die Menschen evakuiert sind. Aber wenn sie zurück kommen und Schäden beseitigen müssen, benötigen sie Energie. FEMA geht davon aus, dass es Tage, vielleicht Wochen dauern kann, bis die Stromleitungen überall repariert sind.

Hurrikan "Florence": Katastrophenschutz befürchtet immense Schäden
Arthur Landwehr, ARD Washington
14.09.2018 06:46 Uhr

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Über dieses Thema berichtete am 14. September 2018 das nachtmagazin um 00:15 Uhr und Inforadio um 06:42 Uhr.

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