Starker Regen fällt auf eine Straße in Tela in Honduras.  | Bildquelle: REUTERS

Mittelamerika Hurrikan "Eta" trifft auf Land

Stand: 03.11.2020 14:33 Uhr

"Eta", ein Hurrikan der zweitstärksten Kategorie, ist an der Küste von Nicaragua angekommen. Die Behörden hatten zuvor zahlreiche Menschen in Sicherheit gebracht. Befürchtet werden Überschwemmungen, Erdrutsche und katastrophale Böen.

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 Kilometern pro Stunde hat Hurrikan "Eta" die nicaraguanische Karibikküste erreicht. Der Wirbelsturm traf am Dienstagmorgen (Ortszeit) nahe Puerto Cabezas im Nordosten von Nicaragua auf Land, wie der Zivilschutz des mittelamerikanischen Landes mitteilte.

Hurrikan der Kategorie vier

Das US-Hurrikanzentrum NHC warnte, der Hurrikan der zweitstärksten Kategorie vier sei extrem gefährlich. Es sei mit heftigem Regen, "katastrophalen Böen, lebensbedrohlichen Sturmfluten, Sturzfluten und Erdrutschen" zu rechnen.

Mit Alarmstufe rot und Evakuierungen hatten sich die zentralamerikanischen Staaten Nicaragua und Honduras auf die Ankunft von "Eta" vorbereitet. Bereits vor dem Eintreffen des Hurrikans wurden an der nicaraguanischen Karibikküste heftige Winde und starker Regen registriert.

Ein Satellitenbild von Hurrikan "Eta". | Bildquelle: REUTERS
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Ein Satellitenbild von Hurrikan "Eta": Der Sturm über der Karibik trifft mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 Kilometern pro Stunde auf die mittelamerikanische Küste.

Die Regierung verlegte 1500 Soldaten in die Region. Mehr als 1600 Menschen wurden schon am Sonntag von der nicaraguanischen Inselgruppe Cayos Miskitos in Sicherheit gebracht.

In der Region Bilwi an der nicaraguanischen Karibikküste stürzten Bäume um, wurden Straßen überflutet und fiel der Strom aus, wie die Zeitung "La Prensa" berichtete. Auch Häuser seien beschädigt worden.

Oft fatale Folgen für arme Länder

Zuletzt war Nicaragua 2016 von Hurrikan "Otto" getroffen worden. Besonders verheerend war Hurrikan "Mitch", bei dem 1998 in ganz Mittelamerika mindestens 9000 Menschen ums Leben kamen.

In den armen Ländern der Region mit der meist schlecht ausgebauten Infrastruktur haben Naturkatastrophen oft fatale Folgen. Auch in Honduras bereiteten sich Menschen und Behörden auf die drohende Ankunft des Tropensturms vor. "Wir bringen unser Leben nicht in Gefahr. Wir sind ständig in Alarmbereitschaft", schrieb Präsident Juan Orlando Hernández auf Twitter.

In El Salvador schloss die Regierung Schulen und Universitäten. "Eta" ist der 28. Tropensturm im Atlantik in der laufenden Saison. So viele Tropenstürme gab es bislang nur im Jahr 2005. Die Hurrikansaison in der Karibik dauert noch bis zum 30. November.

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