Durch Hurrikan "Dorian" überflutete Straße in Nags Head im US-Bundesstaat North Carolina. | Bildquelle: AFP

Überflutungen und Stromausfälle "Dorian" wütet an US-Südostküste

Stand: 06.09.2019 21:24 Uhr

Stromausfälle und überschwemmte Straßen: Hurrikan "Dorian" fegt über die US-Südostküste hinweg. Auf den Bahamas sind mindestens 30 Menschen durch den Sturm gestorben, viele werden noch vermisst. Die Schäden gehen in die Milliarden.

Tropensturm "Dorian" hat die Karibikinseln Bahamas verlassen und traf nun mit 150 Kilometer pro Stunde in den USA auf Land bei Cape Hatteras auf der Inselkette Outer Banks in North Carolina. Hunderte Bewohner der Insel Ocracoke sitzen fest. Die Situation sei Grund für "bedeutende Sorge", sagte der Gouverneur des Bundesstaats, Roy Cooper. Bergungsteams stünden bereit, könnten die Insel aber erst erreichen, wenn sich der Sturm wieder abgeschwächt habe. Auf Bildern waren schwere Überflutungen zu sehen.

In rund 200.000 Haushalten in South und North Carolina fiel der Strom aus. Um die Stadt Charleston in South Carolina saßen zeitweise 60 Prozent aller Stromkunden im Dunkeln. Teile der Innenstadt wurden überschwemmt, Dutzende Straßen wurden gesperrt. Strommasten und Bäume stürzten um, Dächer wurden abgedeckt. Auf Anordnung der Behörden hatte es in beiden Bundesstaaten vor Eintreffen des Hurrikans bereits Evakuierungen gegeben.

Das Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC) in Miami stufte den Sturm inzwischen auf Kategorie eins herunter. "Dennoch bleibt 'Dorian' ein starker Wirbelsturm", so die Meteorologen.

Hurrikan "Dorian": Ausmaß der Schäden auf den Bahamas größer als befürchtet
tagesschau 17:00 Uhr, 06.09.2019, Stefan Niemann, ARD Washington

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Meteorologen warnten vor lebensbedrohlichen Sturzfluten an Teilen der Küste von North Carolina und Virginia. Die Meteorologen sagten voraus, dass sich "Dorian" weiter in Richtung der Neuenglandstaaten im Nordosten der USA und dann zur kanadischen Provinz Nova Scotia fortbewegen würde. Zudem schrieb das NHC auf Twitter: "An unsere kanadischen Nachbarn, heute ist der Tag, sich auf Hurrikan 'Dorian' vorzubereiten". Er soll sich in den kommenden Tagen dann weiter abschwächen.

Viele Tote und Hunderte Vermisste in der Karibik

Zuvor hatte "Dorian" mit Geschwindigkeiten von bis zu 300 Kilometern pro Stunde als einer der stärksten jemals registrierten Tropenstürme der Kategorie fünf im Atlantik auf den Bahamas gewütet.

Dementsprechend ist die Situation auf den Bahamas nun katastrophal. Ministerpräsident Hubert Minnis sprach von einem "Desaster für Generationen". Mittlerweile ist die Zahl der Toten auf 30 gestiegen. Die endgültige Zahl der Opfer wird laut Gesundheitsminister Duane Sands deutlich höher sein. "Es werden buchstäblich noch Hunderte bis Tausende Menschen vermisst", sagte Joy Jibrilu vom Tourismus- und Luftfahrtministerium der Bahamas dem Sender CNN.

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Totale Verwüstung durch den Hurrikan "Dorian" auf den Bahamas

Blick auf die vom Hurrikan ''Dorian'' zerstörte Insel Abaco

Zwei Tage wütete der Hurrikan "Dorian" auf den Bahamas. Nach seinem Abzug wird das Ausmaß der Katastrophe langsam sichtbar. | Bildquelle: MICHELLE COVE/TRANS ISLAND AIR

Soforthilfe durch UN und EU

Nach Angaben der UN benötigen etwa 70.000 Menschen auf den Bahamas sofortige Hilfe. Die Menschen bräuchten Lebensmittel, Wasser, Unterkünfte und Medikamente, sagte der UN-Chef für humanitäre Angelegenheiten, Mark Lowcock, bei einem Kurzbesuch auf den Bahamas. Die Vereinten Nationen hätten eine Soforthilfe von einer Million Dollar (900.000 Euro) zur Verfügung gestellt. Zudem wollen die UN in den kommenden Monaten 85 Tonnen Lebensmittel auf die Bahamas liefern.

Die EU stellt 500.000 Euro bereit, teilte eine Sprecherin der EU-Kommission mit.

Bundeswehr schickt 70 Marinesoldaten

Die Bundeswehr will 70 deutsche Marinesoldaten an einem militärischen Hilfseinsatz beteiligen. Die Soldaten seien auf dem niederländischen Docklandungsschiff "Johan de Witt", das Kurs auf die Bahamas nehme. Am Wochenende solle das Boot, das vor der Karibikinsel St. Martin liegt, Ladung und Material. Spätestens am Montag solle es zum Einsatz auslaufen.

Hohe Kosten für Versicherer

Die Kosten für Sturmschäden durch "Dorian" sollen für Versicherer in die Milliarden gehen: Allein in der Karibik müsse die Branche zwischen 1,5 und drei Milliarden Dollar aufkommen, schätzten Experten des amerikanischen Risikomodellierers AIR Worldwide.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 06. September 2019 um 17:00 Uhr.

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