Durch den Hurrikan ''Dorian'' zerstörte Häuser | Bildquelle: AP

Nach Hurrikan "Dorian" 30 Tote - deutlich mehr Opfer befürchtet

Stand: 06.09.2019 08:01 Uhr

Das Ausmaß der Verwüstungen, die Hurrikan "Dorian" auf den Bahamas hinterlassen hat, wird immer deutlicher. 30 Menschen starben. Es werden deutlich mehr Opfer befürchtet. Mittlerweile hat der Hurrikan die Ostküste der USA erreicht.

Mit "Dorian" hat einer stärksten jemals registrierten Tropenstürme im Atlantik auf den Bahamas gewütet. Ministerpräsident Hubert Minnis sprach von einem "Desaster für Generationen". Mittlerweile ist die Zahl der Toten auf 30 gestiegen. Die endgültige Zahl der Opfer wird laut Gesundheitsminister Duane Sands deutlich höher sein.

"Ich glaube, die Zahl wird überwältigend sein", sagte Sands dem Sender Guardian Radio 96.9. Notwendig seien zusätzliche Bestatter und Kühlvorrichtungen. Die Regierung könne eine Gesundheitskrise dieses Ausmaßes nicht allein bewältigen, erklärte Sands in dem Radiointerview. Daher habe er unter anderem die Weltgesundheitsorganisation WHO um Hilfe gebeten.

Drei "Mini-Krankenhäuser" und 50 Ärzte würden auf die betroffenen Inseln gebracht. "Ich habe so etwas noch nie erlebt, und ich will auch nie wieder so etwas erleben", sagte der Minister.

Hurrikan "Dorian": Ausmaß der Schäden auf den Bahamas größer als befürchtet
tagesschau 17:00 Uhr, 06.09.2019, Stefan Niemann, ARD Washington

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EU und UN stellen Soforthilfen bereit

Nach Angaben der UN benötigen etwa 70.000 Menschen auf den Bahamas sofortige Hilfe. Die Menschen bräuchten Lebensmittel, Wasser, Unterkünfte und Medikamente, sagte der UN-Chef für humanitäre Angelegenheiten, Mark Lowcock, bei einem Kurzbesuch auf den Bahamas. Die Vereinten Nationen hätten eine Soforthilfe von einer Million Dollar (900.000 Euro) zur Verfügung gestellt.

Die EU stellt 500.000 Euro bereit, teilte eine Sprecherin der EU-Kommission mit. Das Koordinierungszentum für Soforthilfemaßnahmen der EU stehe in engem Kontakt mit den Behörden des Karibikarchipels, um bald weitere Hilfe leisten zu können, heiß es weiter.

Dorian trifft auf Ostküste der USA

Inzwischen erreichten Ausläufer des Hurrikans die Ostküste der USA. In der Nacht zum Donnerstag trafen starker Regen und heftigen Winde auf die Küstengebiete der Bundesstaaten North und South Carolina.

In rund 260.000 Haushalten fiel der Strom aus. Um die Stadt Charleston in South Carolina saßen zeitweise 60 Prozent aller Stromkunden im Dunkeln. Teile der Innenstadt sind überschwemmt, Dutzende Straßen wurden gesperrt. Videoaufnahmen zeigen Menschen, die in Kajaks durch knietiefes Wasser paddeln. Meteorologen warnten vor Sturzfluten. 

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Totale Verwüstung durch den Hurrikan "Dorian" auf den Bahamas

Blick auf die vom Hurrikan ''Dorian'' zerstörte Insel Abaco

Zwei Tage wütete der Hurrikan "Dorian" auf den Bahamas. Nach seinem Abzug wird das Ausmaß der Katastrophe langsam sichtbar. | Bildquelle: MICHELLE COVE/TRANS ISLAND AIR

Bei den Vorbereitungen für den Wirbelsturm kamen in den USA bisher vier Menschen ums Leben.

Das Nationale Hurrikan Zentrum (NHC) stufte "Dorian" mittlerweile herunter auf Kategorie 1. Unklar ist, ob er noch einmal auf Land trifft. Touristen hatten bereits die beliebten Outer Banks, eine Gruppe von vorgelagerten Inseln verlassen, um sich in Sicherheit zu bringen.

Mit Informationen von Torsten Teichmann, ARD-Studio Washington

Aktuelle Lage "Dorian" an der US-Ostküste und den Bahamas
Torsten Teichmann, ARD Washington
06.09.2019 06:39 Uhr

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Über dieses Thema berichtete am 06. September 2019 B5 aktuell um 06:04 Uhr und die tagesschau um 09:00 Uhr.

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