Überschwemmungen nach Hurrikan Dorian im US-Bundesstaat North Carolina | Bildquelle: AP

"Dorian" zieht in Richtung Kanada Schäden und Fluten an US-Ostküste

Stand: 07.09.2019 07:31 Uhr

Hurrikan "Dorian" sorgt auch als Wirbelsturm der niedrigsten Kategorie weiter für Überschwemmungen, Schäden und Stromausfälle. Jetzt zieht er an der Küste Neuenglands vorbei. Auf den Bahamas stieg die Zahl der Toten auf mehr als 40.

Hurrikan "Dorian" ist über einen küstennahen Teil des US-Bundesstaates North Carolina hinweggezogen und hat für Überschwemmungen, Schäden und Stromausfälle gesorgt. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde sorgte der Sturm für große Überschwemmungen.

Häuser wurden abgedeckt, Bäume und Strommasten knickten um. Zeitweise verloren rund 200.000 Haushalte ihre Stromversorgung. Auf der Insel Ocracoke in der Inselgruppe Outer Banks saßen Hunderte Menschen zeitweise fest.

Der Wirbelsturm - inzwischen heruntergestuft auf die niedrigste Kategorie 1 - soll heute im Tagesverlauf in relativ großer Entfernung zur US-Küste an den Staaten Neuenglands vorbeiziehen, darunter etwa New York, Massachusetts und Maine, erklärte das Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC). Im weiteren Verlauf soll der Wirbesturm Nova Scotia im Nordwesten Kanadas erreichen. "An unsere kanadischen Nachbarn, heute ist der Tag, sich auf Hurrikan 'Dorian' vorzubereiten", hieß es in einem NHC-Tweet.

Mindestens 43 Tote auf den Bahamas

Auf den Bahamas, wo "Dorian" zuerst Land erreicht hatte, stieg die Zahl der Todesopfer erneut deutlich. Premierminister Hubert Minnis teilte nach einem Bericht der Zeitung "The Tribune" mit, dass mindestens 43 Menschen ums Leben gekommen sind. Zuvor waren 30 Tote bestätigt worden. Die Regierung des karibischen Inselstaates geht davon aus, dass die Zahl noch erheblich steigen wird. Hunderte Menschen - manchen Berichten zufolge sogar Tausende - werden noch vermisst.

Hurrikan "Dorian": Ausmaß der Schäden auf den Bahamas größer als befürchtet
tagesschau 17:00 Uhr, 06.09.2019, Stefan Niemann, ARD Washington

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"Dorian" tobte drei Tage auf den Bahamas

"Dorian" war der verheerendste Wirbelsturm auf den Bahamas und einer der stärksten im Atlantik seit Beginn moderner Aufzeichnungen. Der Sturm hatte die nördlichen Inseln der Bahamas am vergangenen Sonntag als Hurrikan der kraftvollsten Kategorie getroffen und war erst am Mittwoch komplett über den Karibikstaat hinweggezogen. Er hinterließ schwere Verwüstungen. Angesichts der Zerstörung kommen Helfer nur schwer in die betroffenen Gebiete. Einige von ihnen beschwerten sich, die Bürokratie der Behörden behindere die Einsätze.

US-Präsident Donald Trump sandte in einer auf seinem Twitter-Account veröffentlichten Videobotschaft seine besten Wünsche an die Menschen vor Ort. Die Bahamas seien sehr hart getroffen worden, die USA würden unter anderem mit Wasser und Lebensmitteln helfen.

Mehr als zehn Hubschrauber der US-Küstenwache fliegen in den Bahamas bereits Rettungseinsätze, auch das Militär ist vor Ort und hilft. Auch die Vereinten Nationen, die EU, und andere Nationen bereiten Hilfseinsätze vor.

Deutsche Soldaten räumen mit auf

70 deutsche Marinesoldaten sollen sich ebenfalls an einem Hilfseinsatz beteiligen. Die Männer und Frauen seien auf dem niederländischen Docklandungsschiff "Johan de Witt", das Kurs auf die Bahamas nehme, hieß es am Freitag aus dem Verteidigungsministerium in Berlin. Das Schiff, ein Hubschrauberträger, liege vor der Karibikinsel St. Martin und erhalte am Wochenende Ladung und Material. Es soll spätestens am Montag auslaufen.

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Totale Verwüstung durch den Hurrikan "Dorian" auf den Bahamas

Blick auf die vom Hurrikan ''Dorian'' zerstörte Insel Abaco

Zwei Tage wütete der Hurrikan "Dorian" auf den Bahamas. Nach seinem Abzug wird das Ausmaß der Katastrophe langsam sichtbar. | Bildquelle: MICHELLE COVE/TRANS ISLAND AIR

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 06. September 2019 um 17:00 Uhr.

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