Arbeiter suchen in einer Hotelgarage Schutz vor Hurrikan Delta, Lake Charles/ Louisiana. | AFP

Louisiana Hurrikan "Delta" trifft auf Land

Stand: 10.10.2020 10:22 Uhr

Es ist bereits der vierte Sturm in diesem Jahr, der auf die Küste von Louisiana trifft. Hurrikan "Delta" schwächte sich an Land allerdings ab. Dennoch kam es zu heftigen Regenfälle, mehr als 200.000 Menschen waren ohne Strom.

Der Hurrikan "Delta" ist mit Windgeschwindigkeiten von gut 150 Kilometern pro Stunde in der Nähe des Ortes Creole auf die Küste des US-Bundesstaates Louisiana getroffen. Der Sturm brachte heftige Regenfälle mit sich, die Behörden warnten vor Sturmfluten. Mehr als 200.000 Haushalte hatten nach Berichten von US-Fernsehsendern keinen Strom.

Noch keine Entwarnung

Der Hurrikan hatte sich über dem Golf von Mexiko zuvor von Stufe drei auf Stufe zwei abgeschwächt - und Meteorologen rechneten damit, dass er auf seinem Weg durch Louisiana schnell an Kraft verlieren wird.

In der Nacht zu Samstag gab es allerdings noch keine Entwarnung. Die Behörden rechneten mit zum Teil bis zu drei Meter hohen Sturmfluten.

Die RAMMB/CIRA Satellitenaufnahme zeigt Hurrikan "Delta" über der US-Golfküste. | AFP

Bild: AFP

Die Behörden verwiesen unter anderem darauf, dass der Wind zum Teil immer noch herumliegende Trümmerteile des vorherigen Hurrikans "Laura" durch die Gegend wirbeln könnte. "Laura" - ein Hurrikan der Stufe vier - war vor sechs Wochen nur wenige Dutzend Kilometer entfernt durchgezogen.

Rund 10.000 Menschen wohnen immer noch in Hotels

An vielen Häusern sind die damaligen Schäden noch nicht behoben worden. So war auf Fernsehbildern zu sehen, dass zahlreiche Gebäude blaue Planen statt fester Dächer haben. Rund 10.000 Menschen wohnten seitdem immer noch in Hotels, sagte Gouverneur John Bel Edwards. Angesichts der Corona-Krise sollen Notunterkünfte bei Evakuierungen nur kurz genutzt werden. Danach würden die Menschen schnell auf weitere Hotelzimmer verteilt werden, sagte Edwards.

Es ist bereits der vierte Sturm, der die Küste von Louisiana in diesem Jahr trifft. "Laura", der stärkste davon, kostete 30 Menschen das Leben. In der diesjährigen Wirbelsturm-Saison im Atlantik, die von Juni bis November dauert, haben sich bereits so viele starke Stürme gebildet, dass die 21 Namen, die in alphabetischer Reihenfolge dafür vorgesehen waren, aufgebraucht sind. Die Meteorologen haben deshalb auf das griechische Alphabet zurückgegriffen, was zuletzt 2005 passiert war.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 10. Oktober 2020 um 12:00 Uhr.