Alex Chow | Bildquelle: AP

Proteste in Hongkong Student stirbt nach Sturz von Parkhaus

Stand: 08.11.2019 09:47 Uhr

Vier Tage nach seinem Sturz von einem Parkhaus ist in Hongkong ein Student den Verletzungen erlegen. Die genauen Umstände seines Todes sind unklar. Aus Sicht der Demonstranten ist die Polizei Schuld.

Von Benjamin Eyssel, RBB, zzt. Hongkong

In Hongkong gibt es einen Todesfall im Zusammenhang mit den Protesten. Der 22-jährige Alex Chow ist am Morgen gestorben, teilte das Königin-Elisabeth-Krankenhaus mit. Um 8 Uhr Ortszeit sei der Tod des Studenten festgestellt worden, gaben die Ärzte bekannt.

Er war in der Nacht von Sonntag auf Montag mit einer schweren Kopf-Verletzung ins Krankenhaus eingeliefert worden. Er lag seitdem im Koma. Auch zwei Notoperationen konnten sein Leben nicht retten.

Der Student war am Rande von gewaltsamen Zusammenstößen zwischen pro-demokratischen Demonstranten und der Polizei in einem Parkhaus im Stadtteil Sai Kung vier Meter in die Tiefe gestürzt.

Erneut Proteste in Hongkong nach Tod eines Studenten
tagesschau 12:00 Uhr, 08.11.2019

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Forderung nach gründlicher Untersuchung

Die genauen Umstände seines Todes sind unklar. Die Polizei setzte ganz in der Nähe Tränengas ein, um Demonstranten auseinanderzutreiben. Aktivisten vermuten, dass der Student vor dem Tränengas geflüchtet ist und beschuldigen die Polizei an seinem Tod schuld zu sein. Unklar ist auch, warum die Rettungskräfte länger brauchten als sonst, um an den Unfallort zu gelangen. Die Polizei sagt, sie habe erst von dem Sturz erfahren als die Rettungskräfte vor Ort waren. Sie streitet ab, mit dem Vorfall etwas zu tun zu haben.

Mitstudierende des 22-Jährigen gaben eine Pressekonferenz im Krankenhaus. Lai Wai Chun von der Studentenvereinigung der Hongkonger Wissenschafts- und Technologieuniversität HKUST forderte Aufklärung:

"Als erstes müssen wir die Wahrheit herausfinden. Und dann muss gründlich untersucht werden, warum Polizei und Rettungskräfte 20 Minuten gebraucht haben, bis sie am Unfallort waren."

Weitere Demonstrationen angekündigt

Beobachter befürchten, dass der Tod des jungen Mannes die Proteste in Hongkong weiter anheizen könnte. Aktivisten haben bereits weitere Demonstrationen und Kundgebungen für heute angekündigt.

Die Menschen in der chinesischen Sonderverwaltungsregion gehen seit rund fünf Monaten auf die Straße. Immer wieder kommt es dabei auch zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Aktivisten und der Polizei. Die Demonstrationen richteten sich zu Beginn gegen ein geplantes Gesetz, das Auslieferungen von Verdächtigen an Festland-China ermöglichen sollte.

Mittlerweile demonstrieren die Menschen generell gegen die Regierung in der ehemaligen britischen Kolonie und den zunehmenden Einfluss der Staats- und Parteiführung in Peking.

Hongkonger Student stirbt nach Sturz während der Proteste
Benjamin Eyssel, RBB, z. Z. ARD Hongkong
08.11.2019 07:24 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 08. November 2019 um 10:00 Uhr.

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