Polizist in Hongkong zielt mit einem Tränengas-Gewehr auf Demonstranten | Bildquelle: dpa

Proteste in Hongkong Polizei kesselt Demonstranten ein

Stand: 18.11.2019 11:44 Uhr

An der Hongkonger Polytechnischen Universität ist keine Lösung in der Auseinandersetzung zwischen Demonstranten und der Polizei in Sicht. Diese umstellte das Gebäude und drohte mit dem Einsatz scharfer Munition.

In Hongkong hat die Polizei nach tagelangen Zusammenstößen rund um die Polytechnische Universität die Hochschule abgeriegelt. Sie forderte die Studenten auf, den Campus friedlich zu verlassen und sich den Behörden zu stellen. Dann werde die Polizei auch keine Gewalt anwenden. Jeder, der sich ergebe, werde wegen Landfriedensbruchs verhaftet. Sie drohte zugleich, im Falle von weiteren Angriffen auf Polizisten scharfe Munition einzusetzen.

Auf dem Gelände sollen sich noch Hunderte Protestierende aufhalten. Dutzende von ihnen hatten zuvor versucht, die Einkesselung zu durchbrechen, nachdem ein Vermittlungsversuch der Hochschule gescheitert war. Als die Polizei ihre Flucht mit Tränengas und Schleppnetzen verhinderte, flohen sie auf das Gelände zurück. Viele fürchten die angedrohte Festnahme. Die Hochschulleitung warf der Polizei vor, mit einer kompromisslosen Haltung eine Lösung zu verhindern.

Aufnahmen von örtlichen Medien zeigen chaotische Szenen rund um das Gelände, Schwaden von Tränengas, mit Steinen übersäte Straßen und vermummte Studenten, die mit Regenschirmen bewehrt versuchen, sich durch das Viertel zu bewegen.

Proteste in Hongkong: Polizei belagert besetzten Universitätscampus
tagesthemen 22:15 Uhr, 18.11.2019, Daniel Satra, ARD Peking

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Keine Lösung in Sicht

Damit bleibt die Lage rund um die Universität auf das Äußerste angespannt. Das ganze Wochenende hatte es schwere Auseinandersetzungen rund um das Gelände gegeben. Am Samstag hatten Demonstranten sich dort verschanzt, nachdem es in der Umgebung zu massiven Zusammenstößen mit der Polizei gekommen war. Dabei sollen beide Seiten Brandbomben eingesetzt haben. Auch wurde mit Pfeilen auf Polizisten geschossen. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein.

Auch in der Umgebung der Hochschule und in anderen Vierteln der Stadt blieb es unruhig. Im Stadtteil Kowloon errichteten Demonstranten Straßenbarrikaden und schmissen Steine. Auch hier nahm die Polizei Aktivisten fest. Auch die zentrale Straße Nathan Road ist nach Zusammenstößen teilweise voll von Bambusstöcken und Steinen.

Hongkonger Polizisten nehmen in einer Wolke aus Tränengas Demonstranten fest. | Bildquelle: dpa
galerie

Tausende Demonstranten hat die Hongkonger Polizei seit dem Sommer verhaftet.

Vermummungsverbot aufgehoben

Zugleich konnten die Demonstranten einen juristischen Erfolg erzielen. Das Oberste Gericht in Hongkong erklärte das verhängte Vermummungsverbot für "verfassungswidrig". "Die Beschränkungen, die das Verbot für die Grundrechte impliziert, gingen weiter als notwendig", teilten die Richter in der chinesischen Sonderverwaltungszone mit.

Angesichts der Massenproteste hatte die Regierung Hongkongs Anfang Oktober auf ein Notstandsgesetz aus der britischen Kolonialzeit zurückgegriffen und ein Vermummungsverbot verhängt.

Tamara Anthony, ARD Peking, zzt. Hongkong, mit Einschätzungen über den Protestverlauf
nachtmagazin 00:18 Uhr, 19.11.2019

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Peking spricht von Aufräumhilfe

Die Führung der Volksrepublik China verteidigte die Aufräumaktion chinesischer Soldaten in Hongkong am Samstag. Die Soldaten hätten Bewohnern beim Freiräumen von Straßen nahe der Hongkonger Kaserne der Volksbefreiungsarmee geholfen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Die Hongkonger hätten die Hilfe der Soldaten "begrüßt", betonte der Sprecher.

Die Auseinandersetzungen zwischen Oppositionellen und der Regierung hält die Stadt seit mehr als fünf Monaten in Atem. Die Aktivisten wehren sich gegen den ihrer Ansicht nach zunehmenden Einfluss Pekings auf das halbautonome Hongkong. Sie fordern unter anderem den Rücktritt der Regierungschefin von Hongkong, Carrie Lam, eine unabhängige Untersuchung der Polizeigewalt sowie Straffreiheit für die bisher während Demonstrationen festgenommenen Teilnehmer. Die Polizei teilte mit, seit Beginn der Konfrontation seien rund 4500 Personen verhaftet worden.

Hongkong: Gewalt eskaliert an Uni in der Nacht
Benjamin Eyssel, RBB, z.Z. Hongkong
18.11.2019 07:26 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 18. November 2019 um 09:00 Uhr.

Darstellung: