Zusammenstöße zwischen Demonstranten un Polizisten in Hongkong | Bildquelle: AP

Proteste im Hongkong Mit Tränengas gegen Blockaden

Stand: 10.08.2019 18:09 Uhr

Erneut demonstrieren Tausende in Hongkong - und wieder kommt es zu Auseinandersetzungen. Die Polizisten gehen gegen Blockaden vor. China erhöht den Druck auf die Sonderverwaltungszone.

Bei Protesten in Hongkong ist es erneut zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei gekommen. In mehreren Stadtteilen blockierten überwiegend junge Demonstranten Straßen und Kreuzungen - unter anderem mit Bauzäunen und Schildern. Die Polizei setzte Tränengas gegen die Protestierer ein und versuchte, die Blockaden aufzulösen.

Die Behörden hatten an diesem Wochenende erneut mehrere Märsche aus Angst vor Krawallen verboten. Das hielt die Demonstranten aber nicht ab, sich zu versammeln.

Tränengaseinsatz bei erneuten Protesten in Hongkong
tagesthemen 23:05 Uhr, 11.08.2019

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Die meisten von ihnen waren wieder in Schwarz gekleidet, viele maskiert, um sich gegen das Tränengas zu schützen - aber auch, um auf Fotos oder Videos nicht identifiziert werden zu können. Seit Wochen geht es nun so, ein Ende der Demonstrationen ist nicht in Sicht.

Wie schon am Vortag waren Demonstranten zunächst für einen friedlichen Protest am Flughafen zusammengekommen. "Wir üben hier unser Recht auf Meinungsfreiheit aus, das wir im Moment noch haben und an dem wir auch festhalten wollen", sagte die 30-jährige Amanda.

Der Protest am Flughafen soll bis einschließlich morgen gehen. Im Zentrum der chinesischen Sonderverwaltungsregion versammelten sich tagsüber Familien mit Kindern. Die Eltern wollten für eine bessere Zukunft ihrer Töchter und Söhne demonstrieren. Bei einer weiteren Kundgebung versammelten sich alte Leute, um die jungen Demonstranten zu unterstützen, die seit Wochen regelmäßig auf die Straße gehen.

Es gab aber auch Kundgebungen von Unterstützern der Regierung. Demonstranten versammelten sich vor Polizeistationen, um sich mit den Polizisten solidarisch zu erklären.

China erhöht Druck

Auslöser für die Demonstrationen war ein - inzwischen auf Eis gelegter - Gesetzentwurf zur Auslieferung mutmaßlicher Krimineller an China. Die Demonstrationen haben sich inzwischen zu einer breiteren Bewegung gegen die Regierung und einschüchternde Polizeigewalt ausgeweitet. Viele Menschen befürchten zudem einen zunehmenden Einfluss Pekings auf das Leben in der Finanzmetropole und fordern demokratische Reformen.

Chinas Regierung mahnt immer energischer, die Ordnung in der Sonderverwaltungszone wieder herzustellen und die Gewalt zu beenden. Chinas Luftfahrtbehörde forderte am Freitag die Hongkonger Fluggesellschaft Cathay Pacific auf, keine Piloten und Flugbegleiter mehr auf Flüge auf das chinesische Festland zu lassen, die sich an "illegalen Protesten" beteiligt hätten. Vor jedem Flug müsse nun zunächst eine Liste mit Besatzungsmitgliedern vorgelegt und genehmigt werden, berichtete die Hongkonger Zeitung "South China Morning Post". 

Mit Informationen von Benjamin Eyssel, ARD-Studio Peking

Hongkong: Friedliche Proteste schlagen erneut in Gewalt um
Benjamin Eyssel, ARD Peking
10.08.2019 18:13 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 10. August 2019 um 12:32 Uhr.

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