Hongkong britisches konsulat | Bildquelle: AFP

Sorge über Festnahme Britischer Konsulatsmitarbeiter in China vermisst

Stand: 20.08.2019 12:10 Uhr

Das britische Außenministerium ist besorgt über das Schicksal eines Konsulat-Mitarbeiters aus Hongkong. Er wird seit einer China-Reise vermisst. Nach Medienberichten wurde er festgenommen.

Man sei "über Berichte besorgt, dass ein Mitarbeiter unseres Teams bei der Rückkehr von Shenzen nach Hongkong festgenommen worden ist", teilte das britische Außenministerium mit. Simon Cheng Man-Kit, tätig beim Hongkonger Konsulat, war nach Berichten lokaler Medien auf einer Geschäftsreise. Er habe ein Wirtschaftstreffen in Shenzhen im Südosten Chinas besucht.

"Bete für mich"

Wie die britische Zeitung "The Guardian" berichtete, verschwand der 28-Jährige am 8. August an der Grenze auf dem Weg zurück nach Hongkong. Seiner Freundin soll er davor in einer letzten Nachricht geschrieben haben: "Ich überquere jetzt die Grenze ... Bete für mich". Das chinesische Außenministerium wollte sich zu dem Fall nicht äußern.

In der einstigen britischen Kronkolonie Hongkong kommt es seit mehr als zwei Monaten immer wieder zu massiven regierungskritischen Protesten. Auslöser der Demonstrationen war ein, inzwischen zurückgezogener, Gesetzentwurf der Regierung zur Auslieferung mutmaßlicher Krimineller an China.

Peking hat London mehrfach gewarnt, sich nicht in den Konflikt einzumischen. Hongkong gehört seit dem Abzug der Briten 1997 wieder zu China. Als Sonderverwaltungszone hat es eigentlich noch bis 2047 umfangreiche Sonderrechte garantiert.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 20. August 2019 um 14:00 Uhr.

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