Polizisten halten Demonstranten fest. | Bildquelle: JEROME FAVRE/EPA-EFE/REX

Zusammenstöße in Hongkong Polizei trennt rivalisierende Demonstranten

Stand: 14.09.2019 14:07 Uhr

In Hongkong ist es zu Auseinandersetzungen zwischen Demokratie-Aktivisten und Unterstützern der Führung in Peking gekommen. Bei Schlägereien in Einkaufszentren gab es mehrere Verletzte. Die Polizei nahm mehrere Menschen fest.

Bei Zusammenstößen zwischen rivalisierenden Demonstranten sind mehrere Menschen verletzt worden. Prochinesische Demonstranten, die chinesische Flaggen schwenkten und die Nationalhymne sangen, gingen in einem Einkaufszentrum und auf einer Straße im Stadtviertel Fortress Hill auf Demokratie-Aktivisten los. Die Polizei nahm mehrere Menschen fest.

In Fortress Hill attackierten prochinesische Demonstranten, die blaue T-Shirts mit der Aufschrift "Ich liebe die Hongkonger Polizei" trugen, mutmaßliche Anhänger der Demokratiebewegung. In Videos in Online-Netzwerken war zu sehen, wie die Angreifer ihre größtenteils jüngeren Opfer mit Tritten und Faustschlägen traktieren.

Hongkong: Zusammenstöße zwischen Demokratie-Aktivisten und pro-chinesischen Demonstranten
tagesschau 17:00 Uhr, 14.09.2019, Tamara Anthony, ARD Peking, zzt. Hongkong

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Verletzte auf beiden Seiten

Zu Auseinandersetzungen kam es auch im Einkaufszentrum Amoy Plaza im Stadtviertel Kowloon Bay. Ein AFP-Fotograf berichtete, dass sich dort rund 200 Peking-Anhänger versammelt hatten. Sie schwengten die chinesische Flaggen und sangen die Nationalhymne. Als Demokratie-Aktivisten hinzukamen, eskalierte die Situation. Es gab auf beiden Seiten Verletzte.

Die Schlägereien endeten erst, als Polizisten mit Schlagstöcken, Helmen und Schutzschilden eingriffen. Mehrere junge Demokratieaktivisten wurden vor und im Einkaufszentrum festgenommen. Nach Angaben der Zeitung "South China Morning Post", kam es auch in einer U-Bahnstation zu Handgemengen.

Demonstranten werden handgreiflich | Bildquelle: JEROME FAVRE/EPA-EFE/REX
galerie

Zusammenstöße zwischen prochinesischen Demonstranten und Demokratie-Aktivisten in Amoy Plaza.

In Hongkong demonstrieren seit Juni Millionen Menschen für ihre demokratischen Grundrechte demonstriert. Dabei gab es wiederholt gewaltsame Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei. Zuletzt kam es aber auch vermehrt zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Peking-Anhängern. 

Die Proteste in der chinesischen Sonderverwaltungszone richteten sich anfangs gegen ein geplantes Gesetz, das Überstellungen von Verdächtigen an Festland-China vorsah. Inzwischen richten sich die Proteste generell gegen Hongkongs pekingtreue Führung. Die Demonstranten fordern den Rücktritt der Hongkonger Regierungschefin Carrie Lam, eine unabhängige Untersuchung der Polizeigewalt, eine Amnestie für die Festgenommenen sowie freie Wahlen.

Polizisten bei Auseinandersetzungen mit Demonstranten | Bildquelle: dpa
galerie

Die Polizei musste eingreifen. Mehrere Menschen wurden festgenommen.

Neue Proteste für Sonntag angekündigt

Auch für Sonntag wurden neue Protestkundgebungen angekündigt. Eine Großdemonstration hat die Polizei allerdings untersagt. In der Vergangenheit haben die Aktivisten solche Verbote allerdings immer wieder ignoriert.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 14. September 2019 um 15:00 Uhr.

Darstellung: