Ausschreitungen bei Protesten in Hongkong | Bildquelle: AP

Protest in Hongkong Zusammenstöße nach Massendemo

Stand: 10.06.2019 05:55 Uhr

Es war die größte Kundgebung in Hongkong der vergangenen Jahre: Hunderttausende sind gegen das geplante Auslieferungsgesetz auf die Straße gegangen - anschließend gab es Ausschreitungen.

In Hongkong hat es bei Demonstrationen gegen das umstrittene Auslieferungsgesetz Zusammenstöße mit der Polizei gegeben. Polizisten setzten Schlagstöcke und Pfefferspray ein, als sie gegen einige hundert Demonstranten vorgingen, die gegen Mitternacht Absperrgitter einreißen und den Legislativrat und Regierungssitz stürmen wollten.

Protestteilnehmer warfen Flaschen auf die Beamten und setzten die Metallgitter gegen die Polizisten ein. Mindestens ein Polizist wurde verletzt.

Massenproteste: Hongkonger demonstrieren gegen Ausweisungsgesetz
tagesthemen 23:15 Uhr, 09.06.2019, Tina von Löhneysen, ARD Peking

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Unterschiedliche Angaben zur Teilnehmerzahl

Zuvor hatten nach Angaben der Organisatoren insgesamt rund eine Million Menschen an den Protesten teilgenommen. Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer hingegen offiziell auf 240.000. Demonstranten trugen Schilder mit "Keine Auslieferung nach China" oder "Nach China ausgeliefert, für immer verschwunden".

Hintergrund ist das geplante neue Auslieferungsgesetz. Die Sonderverwaltungszone genießt bisher einen hohen Grad an Autonomie und hat Freiheiten, die im chinesischen Kernland tabu sind. Das Gesetz würde es den Behörden erlauben, auf Ersuchen chinesischer Stellen Verdächtige an die kommunistische Volksrepublik auszuliefern.

Beschluss im Schnellverfahren?

Gegner des Gesetzes sagen, das chinesische Rechtssystem gewähre Beschuldigten nicht dieselben Rechte wie die Justiz in der halbautonomen Sonderverwaltungszone. Sie argumentieren, dass das Justizsystem in China nicht unabhängig sei, internationalen Standards nicht entspreche und politisch Andersdenkende verfolge. Zudem gibt es die Sorge, dass die Position Hongkongs als asiatische Wirtschafts- und Finanzmetropole untergraben werde.

Die Hongkonger Regierungschefin Carrie Lam will das von ihrer Regierung vorgelegte Gesetz im Schnellverfahren am Mittwoch vom Legislativrat - dem Parlament - beschließen lassen, ohne dass es vorher in den Fachausschüssen beraten wurde. Sie betonte, ungeachtet der Proteste an dem Gesetz festhalten zu wollen. Es sei "sehr wichtig" zur Wahrung des Rechts.

Hongkong: Proteste gegen Auslieferungsgesetz
Markus Pfalzgraf, ARD Shanghai
09.06.2019 14:28 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 09. Juni 2019 um 20:00 Uhr.

Darstellung: