Rettungskräfte sind auf dem Weg zur Höhle, in der noch fünf Mitglieder der eingeschlossenen Fußball-Mannschaft eingeschlossen sind. | Bildquelle: dpa

Höhle in Thailand Bislang gerettete Jungen alle wohlauf

Stand: 10.07.2018 08:35 Uhr

Gute Nachrichten aus Thailand: Allen acht bislang aus der Höhle geretteten Jungen geht es gut. Vier Kinder und ihr Fußballtrainer sind noch in der Höhle. Eine neue Rettungsaktion läuft. Bis zum Abend sollen alle raus sein.

Das tagelange Ausharren in einer Höhle in Nordthailand haben acht gerettete Jungen nach Behördenangaben gut überstanden. Sie seien "munter" und als Jungfußballer mit einem starken Immunsystem ausgestattet, teilte Jesada Chokdumrongsuk vom Ministerium für Öffentliche Gesundheit mit. Alle sollen jedoch eine weitere Woche zur Beobachtung in der Klinik unter Quarantäne bleiben. Einige konnten aber bereits ihre Eltern durch eine Glasscheibe sehen.

Zwei Jungen erhielten zwar wegen einer Lungenentzündung Antibiotika, sie seien aber "in normalem Zustand". "Keiner der acht Jungen hat heute Fieber", erklärte Chokdumrongsuk vor Journalisten. Alle würden essen, herumlaufen und sprechen.

Die vier Jungen im Alter von zwölf bis 16 Jahren, die am Sonntag als Erstes mithilfe von Tauchern die Grotte in der Provinz Chiang Rai verließen, könnten inzwischen wieder normale Nahrung zu sich nehmen.

Sandra Ratzow, ARD Singapur, zur Höhlenrettung in Thailand
Morgenmagazin, 10.07.2018

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Neuer Rettungsversuch gestartet

Mindestens 19 Spezialtaucher unternehmen zur Stunde einen neuen Versuch, weitere Mitglieder der eingeschlossenen Fußball-Mannschaft aus der Höhle zu retten. "Wir planen, die vier Jungen und den Trainer herauszubringen", sagte der Leiter des Rettungseinsatzes, Narongsak Osottanakorn. Unter den Eingeschlossenen ist auch der jüngste Spieler der Mannschaft. Er ist erst elf Jahre alt.

Die Aktion soll bis zum Abend beendet sein. ARD-Korrespondentin Sandra Ratzow berichtet, dass die ersten Jungen gegen 11 Uhr deutscher Zeit bereits den Höhlenausgang erreichen könnten. Neben den fünf Eingeschlossenen müssen noch fünf Helfer aus der Höhle gerettet werden. Drei Taucher und ein Arzt standen der Fußballmannschaft in den vergangenen Tagen zur Seite. Selbst die Einsatzkräfte seien überrascht, wie gut die Rettungsaktion bislang gelaufen sei, erzählt Ratzow. Das hänge damit zusammen, dass viel Wasser aus der Höhle gepumpt werden konnte und dass die besten Taucher im Einsatz seien. "Trotzdem bleibt es ein kleines Wunder", so Ratzow.

In der Region im Norden Thailands, an der Grenze zu Myanmar, gab es wieder heftige Regenfälle. Der Einsatz ist auch ein Kampf gegen das Wetter und gegen die Zeit. In Südostasien ist gerade Monsun-Saison. Befürchtet wird, dass durch den Regen das Wasser in der Höhle so schnell steigt, dass die Hilfsaktion abgebrochen werden muss.

Seit 17 Tagen in der Höhle

Insgesamt sind an der Aktion 18 Taucher beteiligt, auch Experten aus Großbritannien und Australien.

Die Jungen im Alter zwischen elf und 16 Jahren sowie ihr 25 Jahre alter Fußball-Trainer waren vor 17 Tagen bei einer Erkundungstour in der Höhle von plötzlichem Starkregen überrascht worden, so dass sie sich tief in die Höhle flüchteten und dort von der Außenwelt abgeschnitten wurden. Nach neun Tagen wurden sie von Rettungskräften entdeckt.

Sendungsbild
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Die Tham-Luang-Höhle im Nationalpark "Tham Luang - Khun Nam Nang Non": Hier sind die Jugendlichen eingeschlossen. Die Höhle ist etwa zehn Kilometer lang und steigt nach innen an. Der Nationalpark liegt in der Provinz Chiang-Rai im Norden Thailands.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 10. Juli 2018 um 08:00 Uhr und 08:30 Uhr.

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