Ein bei US-Angriffen zerstörtes Gebäude im irakischen Al-Kaim | Bildquelle: REUTERS

Syrien und Irak USA greifen Hisbollah-Ziele an

Stand: 29.12.2019 21:22 Uhr

Das US-Militär hat im Irak und in Syrien Stellungen der vom Iran unterstützten Hisbollah angegriffen. Die USA machen die Miliz für einen Raketenangriff in der Nähe der Ölstadt Kirkuk verantwortlich.

Die USA haben nach eigenen Angaben Militärschläge gegen eine vom Iran unterstützte Miliz im Irak und Syrien geführt. Unter den Zielen seien Waffenlager und Kommandozentren gewesen, sagte ein Pentagon-Sprecher. Die Angriffe auf fünf Stützpunkte der Hisbollah hätten Fähigkeiten der Miliz gemindert, künftig Angriffe auf Amerikaner und ihre irakischen Verbündeten zu führen.

Nach Berichten lokaler Medien gab es mehrere Tote und Verletzte. Die schiitischen sogenannten "Volksmobilisierungseinheiten" teilten mit, dass die Angriffe unter anderem eines ihrer Hauptquartiere in der Provinz Al-Kaim getroffen hätten. Aus irakischen Sicherheitskreisen hieß es, dass mindestens 13 Kämpfer der Milizen getötet und Dutzende verletzt worden seien.

Alexander Stenzel, ARD Kairo, erläutert die Hintergründe des Angriffs
tagesschau 12:00 Uhr, 30.12.2019

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USA und Irak wollen Angriffe der Miliz unterbinden

Die Hisbollah-Brigaden würden vom Iran unterstützt und hätten enge Beziehungen zu den iranischen Revolutionsgarden, sagte der Sprecher. US-Verteidigungsminister Mark Esper und Iraks Premierminister Adel Abdel Mahdi seien sich einig, die Angriffe der Miliz ein für allemal zu unterbinden. Die USA stehen an der Spitze der Operation "Inherent Resolve", die in Syrien und im Irak gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) vorgeht.

Luftansichten verschiedener vermeintlicher Militärbasen im Irak | Bildquelle: via REUTERS
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Diese Luftaufnahmen sollen einige der Ziele zeigen. Irakische Sicherheitskreise melden, 13 Kämpfer der Milizen seien getötet worden.

Offenbar Gegenangriff

Kurz nach den Bombardements schlugen vier Katjuscha-Raketen in der Nähe des großen Militärstützpunktes Tadschi unweit von Bagdad ein, wo auch US-Soldaten stationiert sind. Dabei sei jedoch niemand verletzt worden, sagte ein Vertreter der irakischen Sicherheitsbehörden der Nachrichtenagentur AFP.

US-Bürger bei Angriff am Freitag getötet

Die USA machen die Miliz für einen Raketenangriff in der Nähe der Ölstadt Kirkuk verantwortlich, bei dem am Freitag ein US-Zivilbeschäftigter getötet und vier US-Soldaten sowie zwei irakische Sicherheitskräfte verletzt wurden. Die irakische Basis, auf der sich die US-Kräfte befanden, sei mit mehr als 30 Raketen angegriffen worden, erklärte das Pentagon.

Seit Ende Oktober wurden elf Raketenangriffe auf Anlagen im Irak verübt, auf denen US-Soldaten oder US-Diplomaten stationiert sind. Bei den ersten zehn Attacken gab es einen Toten und mehrere Verletzte in den Reihen der irakischen Armee, der Tod des US-Bürgers beim elften Angriff markierte jedoch einen Wendepunkt. Niemand bekannte sich zu den Angriffen, die USA machen aber pro-iranische Milizen dafür verantwortlich.

"Vergeltungsmaßnahme": USA greifen Ziele im Irak und in Syrien an
Julia Kastein, ARD Washington
29.12.2019 21:42 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 30. Dezember 2019 um 05:45 Uhr.

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