G20-Teilnehmer in Osaka | Bildquelle: AP

Trotz Klimastreits G20-Staaten einigen sich auf Gipfelerklärung

Stand: 29.06.2019 11:29 Uhr

Die Staats- und Regierungschefs der G20 haben sich bei dem Gipfeltreffen in Japan auf eine Abschlusserklärung verständigt. Die USA akzeptierten, dass die anderen Staaten ihr Engagement für den Klimaschutz in der Erklärung bekräftigen.

Nach langem Ringen um die Klimapolitik haben sich die Teilnehmer des G20-Gipfels auf ein Ergebnis geeinigt. Es werde einen "ähnlichen Text" geben wie beim vergangenen G20-Gipfel in Argentinien, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel in Osaka.

Wie in Buenos Aires werden sich in der Abschlusserklärung 19 der 20 Mitglieder zum Pariser Klimaschutzabkommen bekennen, die USA bleiben bei ihrer ablehnenden Haltung.

G20-Staaten einigen sich auf gemeinsame Abschlusserklärung
tagesschau 12:00 Uhr, 29.06.2019, Katharina von Tschurtschenthaler, ARD Tokio

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Nächtlicher Verhandlungsmarathon

Ob es den Gipfelteilnehmern gelingt, sich auf eine Abschlusserklärung zu einigen, war bis zuletzt unsicher. Ein nächtlicher Verhandlungsmarathon der Unterhändler hatte wegen der harten Haltung der USA zunächst kein Ergebnis gebracht. Auf dem Spiel stand dabei auch die Funktionsfähigkeit der G20: Bislang konnten sich G20-Gipfel immer auf eine gemeinsame Erklärung einigen.

Die Europäer wollten nicht zulassen, dass die Abschlusserklärung hinter frühere Aussagen der G20 zum Klimaschutz zurückfällt. "Ich denke, dass wir eine starke Erklärung zum Klimawandel brauchen", hatte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bereits am ersten Gipfeltag gesagt. Er könne deswegen keine Verwässerung der Gipfelerklärung aus dem vergangenen Dezember akzeptieren. Beteiligte Unterhändler sprachen von "sehr schwierigen Verhandlungen" in der Nacht.

Bekenntnis zum Pariser Klimaabkommen

In Argentinien hatten sich die Gipfelteilnehmer - mit Ausnahme von US-Präsident Donald Trump - zur "uneingeschränkten Umsetzung" des Pariser Klimaabkommens zur Begrenzung der Erderwärmung bekannt und festgehalten, dass der Vertrag "unumkehrbar" sei. Zugleich wurde damals festgehalten, dass die USA aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen wollen.

Trump ist der Ansicht, dass die Vereinbarung die Vereinigten Staaten "zum ausschließlichen Vorteil anderer Länder" benachteilige. Das Abkommen sieht vor, den Anstieg der globalen Temperatur bei weniger als zwei Grad und möglichst sogar bei nur 1,5 Grad zu stoppen. Vergleichsmaßstab ist die Zeit vor der Industrialisierung.

G20-Staaten einigen sich doch noch auf eine gemeinsame Abschlusserklärung
Kathrin Erdmann, ARD Tokio
29.06.2019 06:59 Uhr

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Über dieses Thema berichtete NDR Info am 29. Juni 2019 um 07:45 Uhr.

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