Griechenlands Ministerpräsident Tsipras spricht vor dem griechischen Parlament. | Bildquelle: ALEXANDROS VLACHOS/EPA-EFE/REX/S

Griechenland Misstrauensvotum gegen Tsipras gescheitert

Stand: 17.06.2018 08:41 Uhr

Der griechische Ministerpräsident Tsipras hat nach der Einigung im Namensstreit mit Mazedonien ein Misstrauensvotum überstanden. Das Parlament lehnte den Antrag der konservativen Oppositionspartei ab.

Im griechischen Parlament ist ein Misstrauensantrag der konservativen Oppositionspartei Nea Dimokratia gegen Ministerpräsident Alexis Tsipras gescheitert. Von 280 anwesenden Abgeordneten stimmten 153 gegen den Antrag der Opposition, teilte Parlamentspräsident Giorgos Varemenos mit.

Die Opposition hatte sich gegen eine Einigung der Regierung im jahrzehntelangen Namensstreit mit dem Nachbarland Mazedonien gestellt. Am Dienstag hatten sich Tsipras und der mazedonische Regierungschef Zoran Zaev nach mehr als 25 Jahren auf einen Kompromiss im Namensstreit geeinigt. 

Griechenlands Regierungschef Tsipras und sein mazedonischer Amtskollege Zaev (Foto vom 17. Mai 2018) | Bildquelle: REUTERS
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Griechenlands Regierungschef Tsipras und sein mazedonischer Amtskollege Zaev sind sich einig im Namensstreit um Mazedonien.

Regierung in Skopje verzichtet auf Ansprüche

Mazedonien soll demnach künftig Republik Nord-Mazedonien heißen. Gleichzeitig verzichtet die Regierung in Skopje auf jegliche Ansprüche auf die griechische Provinz Mazedonien.

Die griechische Opposition lehnt die Einigung ab. Auch in Teilen der Bevölkerung stößt sie auf Kritik. Heute sollen die Außenminister beider Seiten bei einem Treffen an der Grenze die Einigung besiegeln.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 17. Juni 2018 um 09:00 Uhr.

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