Hintergrund

Streit mit Deutschland über Reparationen Was Griechenland pfänden könnte

Stand: 11.03.2015 15:30 Uhr

Griechenland hat erneut die Pfändung deutscher Immobilien für Reparationen ins Spiel gebracht. Im Jahre 2000 waren bereits vier Gebäude im Visier darunter das Goethe-Institut und das deutsche archäologische Institut in Athen.

Das Goethe Institut in Athen: Hier ging der Versuch einer Beschlagnahme 2000 am weitesten. Der Gerichtsvollzieher und Vertreter waren bereits mit Messbändern im Institut, um eine Inventur des Pfandgutes zu machen. Die Aktion wurde vom Athener Justizminister gestoppt.

Das Deutsche Archäologische Institut in Athen: Hier klopften Anwälte und Gerichtsvollzieher 2000 vergeblich an die Tür. Ein Diplomat übernachtete im Gebäude, um jeden griechischen Versuch einer Pfändung abzuwehren. Erfolgreich. Das traditionsreiche Institut fand zudem in der griechischen Regierung viele Verteidiger, die erklärten: "Die sind griechischer als die Griechen."

Die Deutsche Schule in Athen: Das Institut stand auf der Wunschliste der Anwälte, doch vor dem Versuch einer Beschlagnahme wurde die Aktion gestoppt.

Die Deutsche Schule in Thessaloniki: Auch dieses Institut stand auf der Wunschliste, blieb am Ende aber unbehelligt. In der damaligen griechischen Regierung gab es starke Bedenken dagegen, ausgerechnet die Schulen anzutasten, in denen Griechen und Deutsche gemeinsam lernten und eine Verbindung aufbauten.

Quelle: dpa

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 11. März 2015 um 15:00 Uhr.

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