Clubbesitzer Savvidis stürmt aufs Spielfeld. | Bildquelle: AP

Griechischer Fußball Harte Strafen nach Revolver-Auftritt

Stand: 29.03.2018 13:26 Uhr

Zuerst war der Chef des griechischen Fußballclubs PAOK mit einem Revolver aufs Spielfeld gerannt, dann wurde der Spielbetrieb der Liga unterbrochen. Jetzt folgen harte Strafen gegen Chef und Verein.

Der Skandal-Auftritt eines griechischen Fußballfunktionärs mit einer Waffe auf dem Spielfeld hat harte Strafen zur Folge. Der PAOK-Saloniki-Besitzer, Iwan Savvidis, muss nach dem Abbruch des Spitzenspiels Saloniki gegen AEK Athen nach einer Entscheidung der Sportjustiz eine Strafe in Höhe von 100.000 Euro zahlen. Er darf zudem drei Jahre lang kein Fußballstadion betreten, berichteten griechische Medien.

Auch der Sportchef von PAOK, Michel Lubos, wird demnach zur Kasse gebeten: Gegen ihn wurde eine Geldstrafe von 15.000 Euro sowie ein 90-tägiges Stadionverbot verhängt.

Sicherheitskräfte halten Fußballclub-Besitzer Savvidis fest. | Bildquelle: AFP
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Sicherheitsleute halten den Besitzer von Paok Saliniki, Iwan Savvidis, zurück, nachdem dieser bewaffnet auf das Spielfeld lief.

PAOK mit Punktabzug belegt

Bestraft wird auch der Verein selbst: PAOK werden in der aktuellen Saison drei Punkte abgezogen, wodurch er in der Tabelle auf Platz drei rutscht. Zudem muss der Club mit einem Minus von zwei Punkten in die neue Saison starten. Die nächsten drei Heimspiele müssen die Fußballer vor leeren Tribünen bestreiten. Darüber hinaus wurde der Verein mit einer Strafe von 63.000 Euro belegt - für die Ausschreitungen, die zum Abbruch des Spiel geführt hatten.

Die Partie am 13. März war abgebrochen worden, nachdem Savvidis aus Protest gegen eine Abseits-Entscheidung mit einem Revolver an seinem Gürtel und heftig gestikulierend auf das Spielfeld gegangen war.

Spielbetrieb komplett unterbrochen

Auch an anderen Spieltagen war es zu Krawallen und Ausschreitungen gekommen. Der Weltverband FIFA hatte harte Maßnahmen vom griechischen Fußballverband und dem Staat gefordert. Andernfalls drohe den Griechen der Ausschluss aus allen internationalen Wettbewerben.

Nach dem jüngsten Vorfall hatte die Regierung entschieden, den kompletten Spielbetrieb der griechischen Fußball-Superliga solange zu unterbrechen, bis eine Einigung mit allen Beteiligten erzielt wurde.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 29. März 2018 um 22:59 Uhr.

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