Hegerberg, Modric und Mbappe bei der Verleihung des Ballon d'Or | Bildquelle: YOAN VALAT/EPA-EFE/REX/Shutterst

Ballon d'Or Zwei Ehrungen, eine Entschuldigung

Stand: 04.12.2018 08:43 Uhr

Weder Ronaldo, noch Messi - auch bei der Verleihung des Goldenen Fußball lief vieles anders als gewohnt. Bei den Männern siegte Luka Modric, bei den Frauen Ada Hegerberg. Doch davon sprach danach kaum einer.

Der Kroate Luka Modric und die Norwegerin Ada Hegerberg haben den Ballon d'Or gewonnen. Der Mittelfeld-Spieler vom spanischen Rekordmeister Real Madrid und die Stürmerin von Olympique Lyon entschieden die von der FIFA unabhängige Wahl des französischen Fachmagazins "France Football" zum Weltfußballer für sich. 

Modric beendete damit eine weitere Serie: Seit 2008 hatten der Portugiese Cristiano Ronaldo und der Argentinier Lionel Messi jeweils fünf Mal die Auszeichnung erhalten. Der 33-Jährige war schon im September vom Weltfußball-Verband FIFA als Weltfußballer des Jahres ausgezeichnet worden.

Die mit dem Ballon d'Or ausgezeichneten Fußballer Modric und Hegerberg sowie Kylian Mbappe | Bildquelle: AP
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Da herrschte noch rundum gute Laune: Ausgezeichnete Fußballer Modric, Hegerberg und Mbappé

Und die Serien-Gewinner?

Ronaldo kam dieses Mal auf Platz zwei. Der Superstar von Juventus Turin hatte den Ballon d'Or 2008, 2013, 2014, 2016 und 2017 geholt. Barcelonas Messi - Sieger von 2009, 2010, 2011, 2012 und 2015 - wurde in der Abstimmung unter ausgewählten Journalisten Fünfter.

Die Wahl zur Fußballerin des Jahres fand erstmals statt. Hegerberg setzte sich hier gegen die Dänin Pernille Harder vom VfL Wolfsburg und die deutsche Nationalspielerin Dzsenifer Marozsan ebenfalls von Olympique Lyon durch. Zum besten Jungstar wurde der französische Weltmeister Kylian Mbappé von Paris Saint-Germain gewählt.

DJ Martin Solveig und Fußballerin Ada Hegerberg bei der Feier zur Verleihung des Ballon d'Or | Bildquelle: REUTERS
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Der DJ und die Fußballerin: Eine Frage sorgte bei der Verleihung des "Ballon d'Or" für Entrüstung.

Entgleisung eines DJs

Von den Auszeichnungen sprach hinterher aber kaum noch jemand. Dafür sorgte ein Eklat während der Feier. Der französische DJ Martin Solveig fragte Hegerberg, ob sie "twerken" könne - der Twerk ist ein lasziver Tanzstil, bei dem Frauen das Gesäß kreisen und schütteln. Die 23-jährige Hegerberg verneinte sichtlich betreten.

Im Internet brach daraufhin ein Sturm der Entrüstung aus. Internetnutzer kritisierten die Frage als sexistisch und respektlos gegenüber der Sportlerin. Der DJ, der die Zeremonie musikalisch begleitet hatte, entschuldigte sich daraufhin. "Ich wollte natürlich niemanden beleidigen", schrieb Solveig im Kurzbotschaftendienst Twitter und räumte ein, es sei "vielleicht ein schlechter Witz" gewesen.

Hegerberg selbst zeigte sich gelassen. "Ich fand das nicht sexistisch", sagte die Stürmerin nach der Zeremonie. Der DJ habe sich zudem bei ihr entschuldigt.

Über dieses Thema berichtete das Nachtmagazin am 03. Dezember 2018 um 00:15 Uhr.

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