Zentrales Thema der Ostermärsche: Abrüstung und Frieden | Bildquelle: dpa

Global Peace Index veröffentlicht Ein bisschen mehr Frieden

Stand: 12.06.2019 12:26 Uhr

Trotz Kriegs, Terrors und Vertriebener - die Welt ist seit 2013 etwas friedlicher geworden. Vor allem in der Ukraine stabilisierte sich die Lage laut Global Peace Index. Die größte Gefahr gehe vom Konflikt um den Iran aus.

Die Welt ist erstmals seit 2013 etwas friedlicher geworden. Das geht aus dem heute veröffentlichten Global Peace Index hervor. Die Studie der Denkfabrik Institute for Economics and Peace (IEP) bewertet jedes Jahr die Lage in mehr als 160 Ländern der Welt anhand von Kriterien wie beispielsweise Krieg, Terrorismus, Polizeigewalt und Waffenexporten.

Von einem Trend will IEP-Gründer Steve Killelea aber noch nicht sprechen. Vieles komme darauf an, wie sich die Situation im Nahen Osten, besonders im Hinblick auf den Iran entwickle. Ein Konflikt dort hätte erhebliche Auswirkungen auf die Länder in der Region, so Killelea.

Explosionen in Kabul | Bildquelle: REUTERS
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Explosionen und Schüsse in der afghanischen Hauptstadt Kabul. Das Land hat laut der Studie das geringste Maß an Frieden weltweit.

Afghanistan: "Land mit dem geringsten Maß an Frieden"

Der Studie zufolge stabilisierte sich die Situation im vergangenen Jahr vor allem in der Ukraine, in Syrien und im Irak. Syrien ist erstmals seit mehreren Jahren nicht mehr das Land mit dem geringsten Maß an Frieden. Diesen Platz nimmt nun Afghanistan ein. Das Land gehörte im vergangenen Jahr laut Universität Sussex mit mehr als 45.000 Kriegsopfern zu den tödlichsten Ländern der Welt. Die radikalislamischen Taliban gewannen zuletzt wieder an Einfluss. In Nicaragua, der Türkei und im Jemen ist die Lage schlechter geworden.

Europa ist nach wie vor die friedlichste Region der Welt, im vergangenen Jahr trug dazu vor allem ein Rückgang an Terroranschlägen bei. Auch die Zahl der Menschen, die als Flüchtlinge Schutz in Europa suchten, ging zurück. Die Kosten von Gewalt bezifferte das Institut im Jahr 2018 weltweit auf 14,1 Billionen US-Dollar (umgerechnet rund 12,5 Billionen Euro).

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 12. Juni 2019 um 10:00 Uhr.

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