Gerst nach der Landung | Bildquelle: AP

Rückkehr von der ISS Gerst auf der Erde gelandet

Stand: 20.12.2018 22:13 Uhr

Der Astronaut Gerst ist nach einem halben Jahr auf der Internationalen Raumstation ISS wieder in Deutschland angekommen. Er landete gemeinsam mit zwei seiner Kollegen mit einer Sojus-Kapsel in der kasachischen Steppe.

Nach mehr als sechs Monaten in der Internationalen Raumstation ISS ist der deutsche Astronaut Alexander Gerst auf die Erde zurückgekehrt. Eine Sojus-Kapsel mit Gerst und zwei weiteren Astronauten landete in der kasachischen Steppe. Mit an Bord waren die NASA-Astronautin Serena Aunón-Chancellor und der russische Kosmonaut Sergej Prokopjew. 

"Die Crew der bemannten Sojus MS-09 ist sicher zur Erde zurückgekehrt", teilte das russische Kontrollzentrum mit. Die Kapsel landete um kurz nach 6.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Sie hatte rund dreieinhalb Stunden zuvor von der ISS abgedockt.

Alexander Gerst wieder auf der Erde
tagesschau 17:00 Uhr, 20.12.2018, Demian von Osten, ARD Moskau

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"Die Mission ist noch nicht zu Ende"

Nach der Landung war Alexander Gerst der letzte der drei Raumfahrer, der aus der Sojus-Kapsel gezogen wurde. Live-Bilder der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA zeigten, wie er von der Kapsel auf einen Sitz getragen wurde.

Gerst lachte und setzte sich eine Mütze auf. Der Geruch des Schnees und der Erde sei ein "unglaubliches Gefühl, wenn man das ein halbes Jahr nicht gehabt hat", so Gerst. Die Landung sei besser gewesen als seine letzte. "Ich freue mich, heimzufliegen und meine Familie zu sehen", so Gerst. "Aber die Mission ist noch nicht zu Ende, wir müssen noch die Ergebnisse auswerten."

Nachdem Gerst und seine Kollegen die ISS verlassen hatten, rasten sie mit 28.000 Kilometern pro Stunde Richtung Erde. Ein heikler Moment war der Wiedereintritt in die Atmosphäre. Bei einem Wiedereintritt fängt das Plasma um die Kapsel herum quasi an zu brennen. Die Temperatur beträgt bis zu 2000 Grad Celsius.

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Alexander Gerst - einmal ISS und zurück

Astronaut Alexander Gerst formt kurz vor Start seiner Weltraummission mit seinen Händen ein Herz.

Am 6. Juni 2018 startete Alexander Gerst zu seiner zweiten Mission auf der Internationalen Raumstation ISS. Hier ist er im Bus zu sehen, der ihn zum Start der Sojus-Rakete in Baikonur brachte. | Bildquelle: REUTERS

Weiterreise nach Köln

In Kasachstan stand zunächst eine medizinische Untersuchung der Raumfahrer an. Danach wurden sie zu einem Trainingszentrum bei Moskau für gründlichere Tests geflogen. Inzwischen ist Gerst wieder in Deutschland. Am Abend setzte ein Flugzeug mit dem 42-Jährigen auf dem militärischen Teil des Flughafens Köln/Bonn auf. Gerst wurde von Kollegen, Wegbegleitern und Politikern in Empfang genommen. "Ich freue mich total, wieder nach Hause zu kommen", sagte er. "Jetzt hier in Köln zu sein, da wo ich wohne, da wo ich zu Hause bin, ist besonders schön." Er freue sich nun auf "einen großen Teller Salat".

Sein nächstes Ziel war das sogenannte Envihab, eine medizinische Forschungsanlage des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Köln. Gerst wird dort die Nacht verbringen.

Er war am 8. Juni auf der ISS angekommen. Seine zweite Langzeitmission auf der Raumstation stand unter dem Motto "Horizons". Seither nahmen der als "Astro-Alex" populär gewordene Raumfahrer und seine Kollegen auf der ISS eine Vielzahl von Experimenten vor. Er war während seiner beiden Aufenthalte im All insgesamt 362 Tage in der Umlaufbahn - ein Rekord bei der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).

Gerst landet sicher in Kasachstan
tagesschau 12:00 Uhr, 20.12.2018, Demian von Osten, WDR Moskau

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ESA wertet Mission als "vollen Erfolg"

Der Koordinator bei der ESA, Thomas Reiter, sagte im SWR, dass Gerst etwa 60 Experimente durchzuführen hatte. "Er hat das wirklich hervorragend absolvieren können", so Reiter. Obwohl die Besatzung der ISS durch eine Panne beim Start einer Sojus Rakete Ende Oktober kleiner gewesen sei als geplant, habe Gerst fast das ganze Programm geschafft. "Jetzt warten wir auf die Auswertung der verschiedenen Wissenschaftsteams. Heute kann man sagen, dass die Mission, was das wissenschaftliche Programm angeht, ein voller Erfolg war."

Anfang Oktober hatte Gerst als erster Deutscher das Kommando auf der ISS übernommen. Vor ihm hatte mit dem Belgier Frank de Winne im Jahr 2009 erst einmal ein europäischer Astronaut das Kommando auf der ISS inne.

Mit Informationen von Christine Auerbach, ARD-Studio Moskau

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 20. Dezember 2018 um 09:00 Uhr.

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