Die eingestürzte Brücke in Genua. | Bildquelle: dpa

Brückeneinsturz in Genua Ermittlungen gegen Autobahnbetreiber

Stand: 06.09.2018 16:31 Uhr

Nach dem Brückeneinsturz in Genua hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen - unter anderem gegen den Autobahnbetreiber. Erstmals meldete sich auch die Benetton-Familie zu Wort, zu der das Unternehmen gehört.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach dem Brückeneinsturz in Genua mit 43 Toten unter anderem gegen den Autobahnbetreiber. Die Ermittlungen richteten sich auch gegen 20 Personen, sagte der Staatsanwalt Francesco Cozzi. Die Vorwürfe lauteten unter anderem auf mehrfache fahrlässige Tötung im Straßenverkehr.

Die Morandi-Autobahnbrücke war am 14. August während eines Unwetters auf einer Länge von mehr als 100 Metern eingestürzt. Zahlreiche Fahrzeuge wurden in die Tiefe gerissen, 43 Menschen starben. Unklar ist, ob vorangegangene Warnungen zum maroden Zustand der Brücke nicht ernstgenommen und Instandhaltungen verschleppt wurden.

1/1

Satellitenaufnahmen der Morandi-Brücke in Genua

Satellitenbild der Morandi-Brücke in Genua | Bildquelle: European Space Imaging
Satellitenbild der Morandi-Brücke in Genua | Bildquelle: European Space Imaging

Satellitenaufnahmen der Morandi-Brücke in Genua vor und nach dem Einsturz am 14. August 2018. | Bildquelle: European Space Imaging

Verändern Sie die Darstellung durch Bewegen des Bildschiebers.

Benetton meldet sich erstmals

Das Unternehmen Autostrade per l'Italia wird über eine Holding von der Benetton-Familie kontrolliert. Diese rechtfertigte nun erstmals ihr langes Schweigen nach der Katastrophe. "Von unserer Seite wird das Schweigen als Zeichen des Respekts angesehen", sagte Gilberto Benetton, Mitgründer des Modeunternehmens Benetton Group, der Zeitung "Corriere della Sera". "Wenn im Fall Autostrade Fehler begangen wurden, wenn das Geschehene vollständig ermittelt ist, werden die richtigen Entscheidungen getroffen."

1/9

Einsturz von Autobahnbrücke in Genua

Eine eingestürzte Brücke in Genua

Blick auf die Autobahnbrücke Ponte Morandi in Genua, die am 14. August einstürzte. Dabei kamen viele Menschen ums Leben. | Bildquelle: PAOLA PIRRERA/ AFP

Über dieses Thema berichteten die tagesschau am 17. August 2018 um 14:00 Uhr und Deutschlandfunk am 18. August 2018 um 19:05 Uhr.

Darstellung: