Die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern beim Gedenken in Christchurch zwei Wochen nach dem Anschlag | Bildquelle: REUTERS

Gedenken in Christchurch Neuseeland würdigt Opfer des Anschlags

Stand: 29.03.2019 01:45 Uhr

Mit einer Trauerfeier haben Tausende Menschen in Christchurch der Todesopfer des Anschlags auf zwei Moscheen gedacht. "Rassismus existiert, aber er ist hier nicht willkommen," sagte Regierungschefin Ardern.

Zwei Wochen nach dem Anschlag auf zwei Moscheen in Christchurch hat Neuseeland mit einer nationalen Gedenkfeier die 50 Opfer gewürdigt. Tausende Menschen nahmen an der Zeremonie in einem Park in Christchurch teil. Neben Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern und Australiens Regierungschef Scott Morrison, dessen 28-jähriger Landsmann den Anschlag vor zwei Wochen mutmaßlich verübt hatte, waren Staatsgäste und Vertreter von Glaubensgemeinschaften aus weiteren 58 Ländern geladen.

Offizielle Gedenkfeier in Neuseeland
tagesschau 12:00 Uhr, 29.03.2019, Sandra Ratzow, ARD Singapur

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Ardern begrüßte die muslimische Gemeinde unter anderem auf Arabisch und dankte ihr dafür, "im Angesicht von Hass und Gewalt ihre Türen für uns alle geöffnet zu haben, damit wir mit ihnen trauern können - obwohl sie jedes Recht dazu gehabt hätten, ihre Wut auszudrücken". Ganz Neuseeland sei nun verantwortlich dafür, das Land zu einem Ort zu machen, "der vielfältig, einladend, gütig und mitfühlend ist", sagte sie in ihrer Ansprache. "Rassismus existiert, aber er ist hier nicht willkommen." Das gleiche gelte für Gewalt, Extremismus und Angriffe auf die Religionsfreiheit.

Der australische Premierminister Scott Morrison beim Gedenken in Christchurch zwei Wochen nach dem Anschlag | Bildquelle: DEAN PURCELL/POOL/EPA-EFE/REX
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Der australische Premierminister Scott Morrison in Christchurch. Sein 28-jähriger Landsmann hat den Anschlag vor zwei Wochen mutmaßlich verübt.

Bürgermeisterin Dalziel: "Angriff auf uns alle"

Christchurchs Bürgermeisterin Lianne Dalziel bezeichnete das Attentat als einen "Angriff auf uns alle". Die von Hass getriebene Tat habe zum Ziel gehabt, die Neuseeländer zu spalten. Stattdessen habe sie "uns vereint", sagte Dalziel.

Der Sänger Yusuf Islam führte seinen Song "Peace Train" (Friedenszug) auf. Der unter dem Namen Cat Stevens bekannte Star konvertierte in den siebziger Jahren zum Islam und nahm den Namen Yusuf Islam an.

Gedenken zwei Wochen nach dem Anschlag in Christchurch, Neuseeland | Bildquelle: MARTIN HUNTER/EPA-EFE/REX
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Gedenken zwei Wochen nach dem Anschlag. Tausende Menschen nahmen an der Zeremonie in einem Park in Christchurch teil.

22 Verletzte noch in Krankenhäusern

Am Freitag vergangener Woche hatte das Land bereits mit zwei Schweigeminuten an die Opfer erinnert.

Der Anschlag am 15. März auf zwei Moscheen in Christchurch sorgte international für Entsetzen. 22 Verletzte werden nach wie vor in Krankenhäusern behandelt. Der mutmaßliche Täter sitzt in Untersuchungshaft. Ihm droht lebenslange Haft. Für den Beginn des Prozesses gibt es noch keinen Termin.

Wir sind eins - Neuseeland gedenkt
Lena Bodewein, ARD Singapur
29.03.2019 07:00 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 29. März 2019 um 04:56 Uhr.

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