Teilnehmer des Gay Prides in New York. An der Spitze: Bürgermeister Bill DeBlasio . | Bildquelle: AFP

Parade für Gleichberechtigung New York feiert den "World Pride"

Stand: 01.07.2019 05:24 Uhr

In New York hat der Gay Pride in diesem Jahr eine ganz besondere Bedeutung. Denn vor 50 Jahren wehrten sich hier Schwule erstmals gegen willkürliche Razzien der Polizei - der Ursprung der "Pride"-Bewegung.

In vielen Städten der Welt demonstrieren auch in diesem Sommer wieder Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle (LGBTIQ) für ihre Rechte und gegen Diskriminierung. In New York kommt dieser Demonstration in diesem Jahr eine besondere Bedeutung zu.

Dort hatten die "Gay Pride" oder auch "Christopher Street Day" (CSD) genannten Demonstrationen vor 50 Jahren ihren Auslöser. Ende Juni 1969 wehrten sich in der Christopher Street die Besucher der Schwulenbar "Stonewall Inn" gegen willkürliche Kontrollen und Schikanen durch die Polizei.

"World Pride"-Parade in New York
tagesschau 20:00 Uhr, 30.06.2019, Christiane Meier, ARD New York

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Konkurrenzveranstaltung gegen zu viel Kommerz

Entsprechend groß dürfte die Parade in diesem Jahr werden. Rund 150.000 nahmen Schätzungen zufolge entlang der Strecke teil. Der Protestzug wurde von Mitgliedern der "Gay Liberation Army" angeführt, einer der ersten Gruppen, die für Rechte der LGBTIQ-Community kämpften und zu der auch Teilnehmer des Stonewall-Aufstands 1969 zählen.

Der "Pride March" markiert den Höhepunkt der Feierlichkeiten zum sogenannten Stonewall-Jubiläum, gleichzeitig richtet New York erstmals den "World Pride" aus, die bedeutendste Veranstaltung ihrer Art weltweit.

Aktivisten hatten im Vorfeld die zunehmende kommerzielle Ausrichtung der Veranstaltung mit immer mehr Firmen-Paradewagen kritisiert - und deshalb am Sonntag zuvor ebenfalls in New York den "Queer Liberation March" organisiert. Dessen Schwerpunkt lag noch deutlicher auf politischen Forderungen nach Gleichberechtigung.

In elf Staaten droht die Todesstrafe

CSD-Paraden finden weltweit in vielen Städten statt - meist in den Monaten Juni, Juli oder August. In Westeuropa, Australien, Nord- und Südamerika sind es in der Regel fröhliche und friedliche Großveranstaltungen, bei denen gleichermaßen gefeiert und für Gleichberechtigung und Toleranz demonstriert wird. Anders ist die Lage in Osteuropa oder der Türkei: Hier gibt es oft Angriffe, Anfeindungen oder Verbote durch die Behörden.

Undenkbar sind solche Paraden in den meisten Staaten Afrikas oder der arabischen Welt, in denen Homosexualität eine Straftat ist. In elf Staaten - darunter Nigeria, Sudan, Iran, Afghanistan und Pakistan - droht Homosexuellen sogar die Todesstrafe.

Mel C | Bildquelle: REUTERS
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Mit einer spektakulären Party auf dem Times Square endete die Gay-Pride-Parade in New York. Dort traten unter anderem Madonna und - hier im Bild - das Spice-Girl Mel C auf.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 30. Juni 2019 um 20:00 Uhr.

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