Die leere Rollbahn des Flughafens London-Gatwick | Bildquelle: AP

Nach Zwischenfall im Dezember Drohnen-Sperrzone um britische Flughäfen

Stand: 08.01.2019 08:52 Uhr

Im Dezember legte eine Drohne den Flughafen London-Gatwick tagelang lahm. Nun erweitert die britische Regierung die Drohnen-Sperrzone, stärkt die Polizei und warnt: Notfalls stehe das Militär bereit.

Künftig sollen Drohnen nicht näher als fünf Kilometer im Umkreis von Flughäfen abheben dürfen. Die britische Regierung zieht damit Konsequenzen aus einem Vorfall am Flughafen Gatwick im Dezember: Dort kam tagelang der Flugverkehr zum Erliegen, nachdem über dem Flugfeld unbemannte Fluggeräte gesichtet worden waren.

Verkehrsminister Chris Grayling kündigte die Ausweitung der Drohnen-Sperrzone von einem auf fünf Kilometer im Parlament an. Er nannte die Störungen "mutwillig, verantwortungslos und bewusst herbeigeführt - sowie illegal" und warnte: Sollte es dennoch wieder Probleme geben, stehe das Militär bereit. Die Regierung teste Technologien zur Drohnenabwehr.

Polizeibefugnisse ausgeweitet

Zudem sollen den Angaben des Verkehrsministeriums zufolge der Polizei zusätzliche Befugnisse zur Suche, Landung und Beschlagnahmung von Drohen übertragen werden. Auch die Daten beschlagnahmter Drohnen dürfen ausgelesen werden.

Ab November 2019 sollen Drohnenbesitzer gesetzlich zur Registrierung verpflichtet sein.

Flugausfälle in der Vorweihnachtszeit

Gatwick ist der zweitgrößte Flughafen Großbritanniens nach London Heathrow. Infolge der Zwischenfälle in der Vorweihnachtszeit waren 140.000 Passagiere von Verspätungen und etwa 1000 Flugausfällen betroffen.

Zwei Verdächtige wurden zwischenzeitlich festgenommen, später aber wieder freigelassen.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 08. Januar 2019 um 07:15 Uhr.

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