Ex-Trump-Berater Rick Gates | Bildquelle: ERIK S LESSER/EPA-EFE/REX

FBI angelogen Haft für Ex-Trump-Berater Gates

Stand: 17.12.2019 22:16 Uhr

Er hatte dubiose Geschäfte in der Ukraine gemacht und das FBI belogen - dafür muss Rick Gates, Ex-Berater von Trump, nun in Haft. Ein weiterer Rückschlag für den Präsidenten.

Ein früherer Wahlkampfberater von US-Präsident Donald Trump muss für 45 Tage ins Gefängnis. Rick Gates hatte sich im Februar vergangenen Jahres im Rahmen einer Vereinbarung mit US-Sonderermittler Robert Mueller schuldig bekannt, Finanzdelikte bei Geschäften in der Ukraine begangen zu haben. Außerdem hatte er die Bundespolizei FBI angelogen.

Gates hatte mit Mueller bei dessen Russland-Ermittlungen kooperiert und unter anderem Trumps früheren Wahlkampfmanager Paul Manafort schwer belastet. Dieser verbüßt gerade eine siebenjährige Haftstrafe. Mueller hatte unter anderem untersucht, ob es im Wahlkampf 2016 zu Geheimabsprachen zwischen dem Trump-Team und Vertretern Russlands gekommen war.

Dubiose Geschäfte in der Ukraine

Die Vorwürfe, die Gates eingeräumt hat, stammen aus der Zeit weit vor dem Wahlkampf. Damals hatten Gates und Manafort Millionen-Einnahmen aus Lobbyarbeit für die Ukraine verschleiert. Gates sagte zudem gegen den Trump-Berater Roger Stone aus, der im vergangenen Monat unter anderem wegen Falschaussage vor dem Kongress verurteilt wurde. Das Strafmaß für Stone wurde noch nicht verkündet. Insgesamt sind seit 2017 sechs Personen mit Verbindungen zu Trumps Wahlkampfteam wegen Straftaten verurteilt worden oder haben sich schuldig bekannt.

Paul Manafort | Bildquelle: SHAWN THEW/EPA-EFE/REX/Shutterst
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Paul Manafort, der nach Gates Aussage eine langjährige Haftstrafe verbüsst.

Im Fall des verurteilten Gates hatten wegen dessen Kooperation mit den Behörden weder die Staatsanwaltschaft noch seine Anwälte eine Gefängnisstrafe beantragt. Richterin Amy Berman Jackson habe diese dennoch verhängt, da sich die Tragweite seiner Vergehen in einer Haftstrafe widerspiegeln müssten.

Der Sender CNN berichtete, Gates dürfe seine Haftstrafe verteilt auf eine dreijährige Bewährungszeit an Wochenenden verbüßen. Er müsse außerdem 20.000 Dollar Strafe zahlen und 300 Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten. Gates sagte am Dienstag nach CNN-Angaben: «Ich übernehme die volle Verantwortung für mein Handeln.»

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