Präsidente Adama Barrow | REUTERS

Präsidentenwahl in Gambia Barrow bleibt im Amt

Stand: 06.12.2021 02:03 Uhr

Bei der Wahl zum Staatsoberhaupt in Gambia hat der bisherige Amtsinhaber seinen Posten verteidigt. Laut Wahlkommission landete er mit deutlichem Abstand auf dem ersten Platz.

Bei der Präsidentenwahl in Gambia hat Amtsinhaber Adama Barrow einen deutlichen Sieg errungen. Wie die Wahlkommission am Sonntagabend mitteilte, kam er nach dem Ende der Auszählung auf rund 457.500 Stimmen. Mit deutlichem Abstand folgt demnach auf Platz zwei Ousainou Darboe mit gut 238.000 Stimmen.

Nach ersten Zwischenergebnissen, die für einen Sieg Barrows sprachen, hatte sich Darboe am Nachmittag zunächst geweigert, seine Niederlage einzugestehen.

Wahl gilt als Lackmustest

Die Abstimmung gilt als Lackmustest für die vier Jahre junge Demokratie in dem kleinen westafrikanischen Staat. Es war die erste Wahl ohne Yahya Jammeh, der lange Jahre diktatorisch als Staatschef geherrscht hatte. Jammeh war 2016 von einer Koalition unter dem jetzigen Präsidenten Barrow gestürzt und nach Äquatorial-Guinea ins Exil geschickt worden.

Das englischsprachige Gambia, ein Land mit etwa einem Viertel der Größe der Schweiz, grenzt im Norden, Osten und Süden an den frankophonen Senegal und hat gut zwei Millionen Einwohner. Nach den Tabellen des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) zählt es zu den 20 ärmsten Ländern der Welt.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 06. Dezember 2021 um 05:30 Uhr.