Blick von der Galapagos-Insel St. Cristobal auf die berühmte Felsennadel "Pinnacle Rock" | Bildquelle: picture-alliance / dpa

Nach Schiffsunfall Diesel bedroht Galapagos-Inseln

Stand: 23.12.2019 07:48 Uhr

Das Ökosystem der Galapagos-Inseln gilt als einzigartig - und stark gefährdet. Nach einem Schiffsunfall bedroht nun austretender Dieselkraftstoff das Weltkulturerbe. Die Regierung Ecuadors ergriff Sofortmaßnahmen.

Nach einem Schiffsunfall bei den Galapagos-Inseln bedroht austretender Dieselkraftstoff das Weltnaturerbe. Der ecuadorianische Umweltminister Raúl Ledesma Huerta teilte mit, die Regierung habe Sofortmaßnahmen ergriffen, um das Umweltrisiko zu vermindern und das Problem einzudämmen, das durch den Untergang des Schiffs entstanden sei.

Schutzbarrieren errichtet

Der Galapagos-Nationalpark twitterte, es würden Schutzbarrieren errichtet und ölabsorbierende Mittel eingesetzt. Auf dem Schiff seien ungefähr 2500 Liter Dieselkraftstoff gelagert gewesen.

Das Schiff sank am Sonntag an einem kleinen Pier vor der Insel San Cristobal. Zuvor war ein Kran beim Verladen eines Containers zusammengebrochen und auf das Schiff gestürzt. Die Besatzungsmitglieder konnten sich ins Meer retten. Ein Mensch wurde verletzt.

Inseln gehören zu UNESCO-Weltnaturerbe

Die Galapagos-Inseln zählen wegen ihrer besonderen Flora und Fauna seit 1978 zum UNESCO-Weltnaturerbe. Das Archipel mit seinen rund 130 Inseln gehört politisch zum etwa 1000 Kilometer entfernten Ecuador. Zu den nur dort vorkommenden Arten zählen auch Meerechsen, Landleguane und Galapagosfinken.

1835 besuchte Charles Darwin die Inseln. Seine Theorie von der Entstehung der Arten erhielt dort viele Denkanstöße.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 23. Dezember 2019 um 08:30 Uhr.

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