Blick von der Galapagos-Insel St. Cristobal auf die berühmte Felsennadel "Pinnacle Rock" | Bildquelle: picture-alliance / dpa

Frachter mit 1400 Tonnen Ladung havariert Notstand vor Galápagos

Stand: 05.02.2015 08:31 Uhr

Die Regierung Ecuadors hat für die Galápagos-Inseln den Notstand ausgerufen. Grund ist ein havarierter Frachter, der das sensible Ökosystem bedroht. Er soll nun vor Ort geleert und danach im Meer versenkt werden.

Nach der Havarie eines Frachtschiffs vor der Küste der Galápagos-Inseln hat die ecuadorianische Regierung den Notstand ausgerufen. Damit können die Behörden die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um das einzigartige Ökosystem im Pazifik zu schützen, wie das Umweltministerium mitteilte. Bislang seien noch keine schweren Umweltschäden entstanden, sagte die Chefin der Regionalregierung im Radio.

Unesco-Weltnaturerbe

Wegen ihrer einmaligen Flora und Fauna gehören die Galápagos-Inseln zum Weltnaturerbe der Unesco. Die Inselgruppe im östlichen Pazifik, etwa tausend Kilometer vom Festland entfernt, ist Heimat zahlreicher bedrohter Tierarten, wie der berühmten Riesenschildkröten.

Die "Floreana" war am 28. Januar vor der Hauptinsel San Cristóbal auf Grund gelaufen. Das Schiff ist mit etwa 1400 Tonnen Gütern beladen, darunter auch Gefahrstoffe wie Gas, Öl und Asphalt. Die Behörde fürchtet ein Auslaufen von Treibstoff. Nun soll die gesamte Ladung gelöscht und das Schiff im offenen Meer versenkt werden. Bereits im vergangenen Jahr war ein havarierter Frachter vor den Galápagosinseln versenkt worden.

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