Die demokratische Kongressabgeordnete Tulsi Gabbard aus Hawaii bei einem Wahlkampfauftritt.

US-Vorwahlen Demokratin Gabbard gibt auf

Stand: 19.03.2020 17:44 Uhr

Bei den Demokraten sind jetzt nur noch zwei Präsidentschaftskandidaten im Rennen: Joe Biden und Bernie Sanders. Die chancenlose Ex-Soldatin Gabbard gab ihren Ausstieg bekannt. Sie will nun Biden unterstützen.

Die Demokratin Tulsi Gabbard hat ihre Bewerbung um die US-Präsidentschaftskandidatur aufgegeben. Sie unterstütze nun den früheren Vizepräsidenten Joe Biden, erklärte Gabbard in einer Videobotschaft. "Obwohl ich mit dem früheren Vizepräsidenten nicht in allen Sachfragen übereinstimme, weiß ich, dass er ein gutes Herz hat und von der Liebe für sein Land und die Menschen Amerikas angetrieben ist", sagte Gabbard.

Nach dem Ausscheiden der 38 Jahre alten Abgeordneten aus Hawaii bewerben sich nun nur noch der linke Senator Bernie Sanders und der moderate Biden um die Nominierung der Demokraten. Sie wollen im November Präsident Donald Trump herausfordern. Nach den bisherigen Vorwahlen liegt Biden vor Sanders. Der Senator aus Vermont will dem Vernehmen nach in den kommenden Tagen entscheiden, ob er an seiner Bewerbung festhält oder den Weg für Biden freimacht.

Die Präsidentschaftskandidaten der Demokraten, Joe Biden und Tulsi Gabbard, unterhalten sich bei einer Gedenkveranstaltung am Martin Luther King-Tag im Januar 2020. | Bildquelle: REUTERS
galerie

Nach ihrem Rückzug unterstützt Tulsi Gabbard jetzt Joe Biden (Archivbild).

Gabbard hatte keine Chance

Die frühere Soldatin Gabbard hatte wohl nie eine ernsthafte Chance, sich die Nominierung zu sichern. Bei den bisherigen Vorwahlen konnte sie sich kaum Stimmen sichern. Gabbard hat unter anderem für eine Entmilitarisierung der US-Außenpolitik geworben. Sie musste sich aber gegen Vorwürfe wehren, dass ihre Kandidatur von Russland unterstützt werde und nur zum Ziel habe, die Demokraten zu schwächen. Der Republikaner Trump hat Gabbard wiederholt gegen diese Vorwürfe verteidigt - weswegen manche Demokraten sie mit noch mehr Skepsis betrachteten.

Gabbard war 2017 nach Syrien gereist, um Präsident Baschar al-Assad zu treffen. Für die Reise wurde sie stark kritisiert. Ursprünglich hatten sich bei den Demokraten fast 30 Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur bemüht. Die Vorwahlen der Demokraten ziehen sich eigentlich noch bis in den Juni hin. Im Juli soll der Kandidat dann bei einem Nominierungsparteitag gekürt werden.

Da waren’s nur noch zwei: Tulsi Gabbard steigt aus dem Vorwahl-Rennen aus
Sebastian Hesse, ARD Washington
19.03.2020 18:20 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 19. März 2020 um 17:45 Uhr.

Darstellung: