Die Teilnehmer des Gipfels stehen zum Gruppenbild beim Start des G20-Gipfels zusammen.  | Bildquelle: dpa

G20-Gipfel in Osaka Schmeicheleien zum Auftakt

Stand: 28.06.2019 07:16 Uhr

Trump lobt Merkel als "fantastische Frau", Japans Ministerpräsident Abe ruft zu Kompromissen auf: Der G20-Gipfel hat mit versöhnlichen Worten begonnen - das hörte sich kurz vor dem Auftakt noch anders an.

Unter dem Eindruck wachsender politischer Spannungen und einer schwächer werdenden Weltwirtschaft hat in Osaka der G20-Gipfel begonnen. Die Staats- und Regierungschefs der großen Industrie- und Schwellenländer wollen in der japanischen Hafenstadt über den Zustand der globalen Wirtschaft, Handelsfragen, die Digitalisierung und den Klimaschutz beraten.

Japans Ministerpräsident Shinzo Abe rief die Gipfelteilnehmer als Gastgeber zur Kompromissbereitschaft auf. "Wir sollten nach Gemeinsamkeiten suchen, anstatt unsere Differenzen herzuvorheben", sagte er zur Eröffnung. "Wir sollten das Treffen zu einem Gipfel werden lassen, von dem jeder profitiert."

G20-Gipfel in Japan beginnt
tagesschau24 11:00 Uhr, 28.06.2019, Stefan Niemann, ARD Washington

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Trump gibt sich konziliant

US-Präsident Donald Trump hatte bei der Anreise nach Osaka noch zu einem Rundumschlag gegen G20-Partnerländer ausgeholt. Er kritisierte Gastgeber Japan wegen militärischer Schwäche, Deutschland wegen eines zu niedrigen Wehretats, China wegen seiner Handelspraktiken und Indien wegen zu hoher Zölle.

In Osaka trat der US-Präsident dann allerdings deutlich konzilianter auf. Bei einem Treffen am Rande des Gipfels mit Bundeskanzlerin Angela Merkel lobte er sie als "fantastische Frau" und als "Freundin". Im Mittelpunkt ihrer bilateralen Unterredung standen nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert die Entwicklung in Libyen und in der Sahelzone, die Lage in der Ostukraine, die Auseinandersetzung der USA mit dem Iran sowie der transatlantische Handel.

Auch in der Iran-Politik zeigte sich Trump milde. "Wir haben viel Zeit", sagte er. Die Iraner könnten sich "Zeit nehmen". Er hoffe, dass der Konflikt sich letztlich beilegen lasse.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Donald Trump, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika (USA),geben sich am Rande des G20-Gipfels vor einem bilateralen Gespräch die Hand. | Bildquelle: dpa
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Handschlag und freundliche Worte: Bundeskanzlerin Merkel und US-Präsident Trump am Rande des G20-Gipfels.

Putin attackiert Merkel

Merkel hob bei dem Treffen mit Trump hervor, dass die deutsche Wirtschaft sehr stark auch in den Vereinigten Staaten investiere. "Wir haben nicht nur Handel, sondern auch sehr viele Investments." Das Verhältnis zwischen Deutschland und den USA gilt seit dem Amtsantritt Trumps unter anderem wegen des großen deutschen Handelsüberschusses als angespannt.  

Wenige Stunden vor ihrem Abflug nach Osaka hatte Merkel erneut einen Zitteranfall erlitten. Zum Gipfelauftakt merkte man ihr davon aber nichts mehr an. Es wird erwartet, dass sie in Osaka auch den chinesischen Präsidenten Xi Jinping, den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und den russischen Präsidenten Wladimir Putin trifft.

Putin kritisierte vor Gipfelbeginn die Flüchtlingspolitik Merkels scharf. Ihre Entscheidung, dass im Jahr 2015 Hunderttausende Flüchtlinge in Deutschland Zuflucht suchen konnten, bezeichnete er in einem Interview der britischen "Financial Times" als "Kardinalfehler". Der russische Präsident lobte dagegen Trump als einen talentierten Menschen.

"Er weiß sehr gut, was seine Wähler von ihm erwarten", sagte er. "Er hat seine eigene Vision der Welt." Putin und Trump wollten sich am Nachmittag in Osaka treffen.

Über dieses Thema berichtete das ARD-Morgenmagazin am 28. Juni 2019 um 06:11 Uhr.

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