Gruppenbild der G20-Agrarminister bei ihrem Treffen in Buenos Aires | Bildquelle: REUTERS

G20-Agrarministertreffen Immerhin eine Abschlusserklärung

Stand: 29.07.2018 05:25 Uhr

Dass sich EU und USA wieder aufeinander zubewegen, war auch beim G20-Agrartreffen zu spüren. Einmütig sprachen sich die Minister gegen Protektionismus aus - blieb in vielen Punkten aber vage.

Von Ivo Marusczyk, ARD-Studio Buenos Aires

Das vorläufige Ende der Eiszeit zwischen Washington und Brüssel macht sich auch beim Treffen der G20-Minister bemerkbar. Vor einer Woche, beim Gipfel der Finanzminister, gab es nur eine vage, unkonkrete Abschlusserklärung. Diesmal unterzeichnete auch der US-Vertreter ein Dokument, das ein Bekenntnis zum freien Handel beinhaltet.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner sieht das als großen Erfolg, mit dem kaum jemand gerechnet hätte: "Uns ist ein Durchbruch gelungen, hier in Buenos Aires, den viele nicht erwartet haben. Es war ein Erfolg von uns allen, dass wir uns gemeinsam zu den WTO-Regeln bekannt haben, zum freien Handel und gegen protektionistische Einzelaktionen. Am Ende sind nationale, einseitige Vorgehensweisen nur von kurzfristigem Erfolg für die Betroffenen."

Agrarminister wollen digitale Landwirtschaftstechnologien stärken
tagesschau 13:15 Uhr, 29.07.2018, Matthias Ebert, ADR Buenos Aires

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Sorge über Protektionismus

"Wir sind besorgt über den zunehmenden Einsatz von protektionistischen Handelsschranken, die nicht mit WTO-Regeln übereinstimmen", heißt es in der Abschlusserklärung.

"Wir erkennen die Bedeutung eines multilateralen, offenen und transparenten Handelssystems mit klaren Regeln an", zitiert der Gastgeber, Argentiniens Landwirtschaftsminister Miguel Etchevehere aus dem Dokument. Die G20-Staaten bekennen sich darin auch noch einmal zum Pariser Klimaabkommen - in diesem Punkt natürlich ausdrücklich ohne die USA.

Auch der Gastgeber Argentinien ist sehr an freiem Handel interessiert. Mit dem Mercosur-Partner Brasilien würde er gern ohne Zölle und Schranken Getreide und Ölsaaten, vor allem Soja, in die EU liefern. Doch die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen laufen schon 20 Jahre und scheinen schon wieder in einer Sackgasse zu stecken. Trotz aller Versprechen, man sei vorangekommen sind noch wichtige Punkte offen.

Und es hakt vor allem am Zugang zu den Agrarmärkten: "Da haben wir noch einiges vor uns - aber ich glaube, dass ein Abkommen für uns alle - wenn es fair ist - gut sein wird. Und da haben wir uns in den bilateralen Gesprächen ausgetauscht, was sich der jeweils andere vom Marktzugang beim anderen noch wünscht", sagt Klöckner.

EU beharrt auf ihren Standards

Die Südamerikaner wollen ihre Märkte nur nach und nach für Industrie- und Agrargüter aus Europa öffnen. Die EU-Staaten beharren auf ihren Standards - und die können Brasilien und Argentinien oft nicht einhalten. Das betrifft zum einen die massive Verwendung von Pflanzengiften wie Glyphosat, das in Südamerika üblich ist.

Zum anderen geht es um die Qualitätskontrollen beim Fleisch - hier hat vor allem Brasilien noch große Defizite und wünscht sich ein Entgegenkommen der EU - bis jetzt ohne Erfolg. Die Gesundheit der Verbraucher gehe auf jeden Fall vor, betont Klöckner.

 

G20-Agrarminister bekennen sich zu freiem Handel und WTO-Regeln
Ivo Marusczyk, ARD Buenos Aires
29.07.2018 00:18 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 29. Juli 2018 um 05:11 Uhr.

Darstellung: