Greta Thunberg beim Klimatreffen der Fridays-for-Future-Bewegung in Lausanne. | Bildquelle: REUTERS

"Fridays for Future"-Konferenz Hitzige Debatten ums Klima

Stand: 09.08.2019 21:17 Uhr

Mit Forderungen nach mehr Klimaschutz endete die "Fridays for Future"-Konferenz in Lausanne. Die Teilnehmer hatten über die Zukunft der Bewegung diskutiert. Dabei ging es auch emotional zu.

Von Dietrich Karl Mäurer, ARD-Studio Zürich

Aus 38 überwiegend europäischen Ländern waren die jungen Klimaaktivisten nach Lausanne gekommen, um darüber zu diskutieren, wie sich die "Fridays for Future"-Bewegung inhaltlich aufstellen soll. Ein weiteres Anliegen des Treffens: Die Initiativen wollten sich vernetzen.

Das sei gelungen, sagt etwa Bianca Castro von "Fridays for Future" in Portugal: "Es ist so großartig, dass wir alle hier zusammengekommen sind. Es ist ein tolles Gefühl umgeben zu sein von Menschen, die an das Gleiche glauben. Wir haben uns vernetzt und so viele Leute aus so vielen verschiedenen Ländern getroffen, auch mit unterschiedlichen Meinungen. Wir sind schon alle verschieden, aber wir sind auch irgendwie gleich. Toll!"

 

"Smile for Future"-Kongress in Lausanne verabschiedet Klimaerklärung
tagesschau 20:00 Uhr, 09.08.2019, Wolfgang Wanner, ARD Genf

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Emotionale Diskussionen

Tatsächlich gab es in Lausanne immer wieder Differenzen - etwa darüber, wie konkret die Forderungen der Bewegung formuliert werden sollen und wie radikal der Kampf für die Umsetzung der Ziele geführt werden sollte. Die Diskussionen waren teilweise sehr emotional. Zwar hieß der Kongress: "Smile-For-Future", also Lächeln für die Zukunft, aber danach war bei den hitzigen Debatten nicht jedem zu Mute. "Es gibt so viele verschiedene Ideen und da musste erst mal alles gehört und diskutiert werden", erklärte eine Teilnehmerin.

Dass die Diskussionen öffentlich geführt wurden, war nicht jedem recht: "Ich denke die Medien sollten hier nicht dabei sein", lautete am letzten Tag die Forderung von Greta Thunberg. Die schwedische Klimaaktivistin, die die Schulstreik-Bewegung angestoßen hatte und in Lausanne als ganz normale Teilnehmerin dabei war, erntete Beifall. Doch nach wenigen Minuten ließ man die Presse wieder ein. 

Vielgestaltige Gruppe hinter gemeinsamer Botschaft

Zum Ende konnten sich die jungen Klimakämpfer auf eine - wenn auch unverbindliche - Abschlusserklärung einigen, so Teilnehmer Thomas Eitzenberger aus Österreich: "Im Wesentlichen haben wir uns darauf geeinigt, dass wir eine Bewegung sind, die gemeinsam die Notwendigkeit erkannt hat, zu handeln. Wir haben uns ein Korsett gegeben, wie wir handeln, um uns einfach auch von 'Extinction Rebellion' und anderen Gruppen sozusagen ein bisschen zu differenzieren." Friedfertig und gewaltfrei wolle man sein. Das wichtigste Ziel: eine durchschnittlich maximale Erderwärmung um 1,5 Grad Celsius über dem vorindustriellen Zeitalter.

Auch kündigte man eine europäische Klimainitiative an, mit der die EU-Kommission zum Handeln aufgefordert werden soll. Zum Ende betonten die Veranstalter: Das charakteristische Merkmal der Bewegung sei, dass sich eine sehr vielgestaltige Gruppe hinter einer gemeinsamen Botschaft versammelt. In den nächsten Wochen und Monaten will die Klimaschutz-Bewegung weitere Menschen mobilisieren. Im Umfeld der UN-Klimakonferenz im September sollen die Proteste weltweit intensiviert werden.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 09. August 2019 um 20:00 Uhr.

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