Ein Kran bringt im Hafen von Oakland im US-Bundesstaat Kalifornien Autos von einem Containerschiff an Land. | Bildquelle: dpa

Nordamerika-Freihandelspakt USMCA tritt am 1. Juli in Kraft

Stand: 25.04.2020 02:55 Uhr

Das neue nordamerikanische Freihandelsabkommen USMCA soll nach Angaben der Regierung von US-Präsident Trump zum 1. Juli in Kraft treten. Dieser hatte das Abkommen im Januar unterzeichnet. Es ersetzt den NAFTA-Vertrag.

Das neue Freihandelsabkommen USMCA für Nordamerika wird nach Angaben der US-Regierung am 1. Juli in Kraft treten. Darüber habe der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer den US-Kongress informiert, teilte Lighthizers Büro mit. Kanada und Mexiko hätten Maßnahmen ergriffen, um ihren Zusagen im Rahmen der trilateralen Vereinbarung nachzukommen. Die USA hätten ihrerseits Kanada und Mexiko darüber informiert, dass sie die notwendigen Schritte unternommen hätten, um das Abkommen umzusetzen.

US-Präsident Donald Trump hatte das Freihandelsabkommen USMCA Ende Januar unterzeichnet. Schätzungen zufolge werde der neue Vertrag 1,2 Prozent zum US-Bruttoinlandsprodukt beitragen und "zahllose" neue Jobs in den USA schaffen, sagte Trump damals. Zuvor war das Abkommen sowohl vom Repräsentantenhaus und vom Senat in Washington gebilligt worden.

NAFTA-Nachfolge

Das Abkommen USMCA ersetzt den 1994 abgeschlossenen nordamerikanischen Freihandelspakt NAFTA. USMCA betrifft fast 500 Millionen Menschen und deckt ein Gebiet mit einer Gesamtwirtschaftsleistung von rund 23 Billionen US-Dollar (20,6 Billionen Euro) ab. Die Partnerländer tauschten 2018 Waren und Dienstleistungen im Wert von rund 1,4 Billionen Dollar aus.

Trump hatte die Neuverhandlung angestoßen. Der Vertrag baut in großen Teil auf NAFTA auf, sieht aber unter anderem neue Regelungen für die Autoindustrie vor, gewährt US-Farmern besseren Zugang zu den Märkten in den Nachbarländern und umfasst Vorschriften für den Schutz geistigen Eigentums und den Handel im Bereich Digitales. Die Staats- und Regierungschefs der drei Länder hatten den USMCA-Vertrag Ende 2018 am Rande des G20-Gipfels in Buenos Aires unterzeichnet.

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