Bestätigung aus Frankreich In Kamerun entführte Familie ist frei

Stand: 19.04.2013 11:08 Uhr

Eine in Kamerun entführte französische Familie ist nach zwei Monaten wieder frei: Frankreichs Präsident François Hollande bestätigte, dass die drei Erwachsenen und vier Kinder auf freiem Fuß seien. Der Präsident gebe dies mit "riesiger Erleichterung" und "großer Freude" bekannt, teilte der Elysée-Palast in Paris mit.

Das Standbild eines Videos zeigt die in Kamerun entführte französische Familie.
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Standbild eines Videos der Entführer: Die Eltern mit ihren vier Kindern im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren sowie ein Onkel waren nach Nigeria verschleppt worden.

Schnelle Rückkehr nach Frankreich

Alle seien "bei guter Gesundheit" und befänden sich in der Hauptstadt Kameruns, Jaunde. Außenminister Laurent Fabius begebe sich vor Ort. Die Familie werde so schnell wie möglich zurück nach Frankreich gebracht. Hollande dankte den Behörden in Kamerun und Nigeria für die Unterstützung bei der Freilassung.

Die Familie war am 19. Februar während eines Urlaubstrips im Norden Kameruns von der Islamistengruppe Boko Haram entführt worden. Die Eltern mit ihren vier Kindern im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren sowie ein Onkel wurden danach über die Grenze nach Nigeria verschleppt.

Frankreich hatte Verhandlungen abgelehnt

Boko Haram forderte unter anderem die Freilassung von inhaftierten Gesinnungsgenossen in Nigeria und Kamerun. Als Grund für die Verschleppung wurde aber auch der französische Militäreinsatz gegen Islamisten in Mali genannt. Die französische Regierung lehnte Verhandlungen mit den Geiselnehmern ab.

Boko Haram kämpft im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias seit Jahren gewaltsam für einen islamistischen Staat. Die Extremisten werden für Hunderte Tote im Norden und im Zentrum des Landes verantwortlich gemacht. Der Gruppe wurden auch Enthauptungen zugeschrieben, meist verübte sie aber Bombenanschläge.

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