Emmanuel Macron | Bildquelle: REUTERS

Gesundheitsnotstand in Frankreich Macron verhängt Ausgangssperren

Stand: 14.10.2020 21:08 Uhr

Weil in Frankreich die Corona-Neuinfektionen außer Kontrolle geraten sind, verhängt Präsident Macron erneut den Gesundheitsnotstand im Land. Für Paris und weitere Städte kündigte er Ausgangssperren an.

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wird in Frankreich der Gesundheitsnotstand von diesem Samstag an wieder eingeführt. "Wir müssen reagieren", sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in einem Fernsehinterview mit Blick auf die explosionsartig ansteigenden Corona-Fälle im Land.

Frankreichs Präsident Macron kündigt nächtliche Ausgangssperren an
tagesschau 12:00 Uhr, 15.10.2020, Sabine Rau, ARD Paris

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Seit Beginn der Pandemie habe sich das Infektionsgeschehen stark verändert. Die zweite Infektionswelle sei anders als die erste, denn sie breite sich im ganzen Land aus, so Macron. Deshalb gelten von Samstag an nächtliche Ausgangssperren in vielen Städten. Neben dem Großraum Paris seien die Metropolen Grenoble, Lille, Rouen, Lyon, Aix-Marseille, Saint-Étienne, Toulouse und Montpellier betroffen, teilte Frankreichs Präsident mit.

135 Euro Bußgeld bei Verstoß

Die Ausgangsverbote gelten vorerst für vier Wochen täglich von 21 bis 6 Uhr. Die Sperre gelte unter anderem für Kinos, Restaurants, Theater. Auch Freunde dürften in dieser Zeit nicht besucht werden. Es werde Kontrollen und Strafen geben, kündigte der Staatschef an. Demnach drohe bei einem Verstoß ein Bußgeld von 135 Euro.

Auch bei Familientreffen sollten nicht mehr als sechs Personen an einem Tisch sitzen, so Macron. Reisebeschränkungen innerhalb Frankreichs wird es aber nicht geben.

Das Ziel sei es, das Wirtschaftsleben weiter am Leben zu halten - Hilfen für die Unternehmen würden fortgeführt. "Wir werden weiter arbeiten", betonte Macron. Zudem versicherte Macron Frankreichs Bürgern, die Lage im Griff zu haben. "Wir haben die Kontrolle nicht verloren."

Zuletzt fast 27.000 Neuinfektionen täglich

Die Corona-Lage in Frankreich verschlechtert sich seit Wochen. Frankreich mit seinen rund 67 Millionen Einwohnern hatte am Wochenende annähernd 27.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet - das war ein Rekord. Expertinnen und Experten machen vor allem private Feiern und Partys für die Verbreitung des Virus verantwortlich.

Besonders die Situation in der Hauptstadt bereitet große Sorge. Dort steigt die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen immer weiter an. Frankreich ist stark von der Corona-Pandemie betroffen, es starben bisher rund 33.000 Menschen. In den vergangenen Wochen hatte die Regierung einen Zickzack-Kurs hingelegt. Erst wurden die Regionen in die Pflicht genommen, dann schaltete sich die Zentralregierung ein und verhängte strengere Corona-Maßnahmen.

Der Gesundheitsnotstand war zuletzt Ende März für das ganze Land ausgerufen worden. Er wurde dann Anfang Mai bis zum 10. Juli verlängert.

Kampf gegen Covid - Frankreich führt nächtliche Ausgangssperren ein
Sabine Wachs, ARD Paris
15.10.2020 01:10 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 14. Oktober 2020 um 21:00 Uhr.

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