Ein Demonstrant wirft ein Absperrgitter in Richtung der Polizei | Bildquelle: IAN LANGSDON/EPA-EFE/REX

Frankreich Weniger "Gelbwesten" auf den Straßen

Stand: 05.01.2019 19:25 Uhr

Mit deutlich weniger Teilnehmern als sonst ist die "Gelbwesten"-Protestbewegung in Frankreich ins neue Jahr gestartet. In Paris demonstrierten einige Hundert. Erneut kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei.

Die französische "Gelbwesten"-Bewegung hat ihre Proteste gegen die Regierung von Präsident Emmanuel Macron in mehreren Städten fortgesetzt. Dabei gingen insgesamt deutlich weniger Menschen auf die Straßen als in den vergangenen Wochen. Der Nachrichtensender FranceInfo berichtete mit Verweis auf Polizeiquellen von landesweit insgesamt 25.000 Demonstranten. In Paris protestierten nach Behördenangaben 3500 Menschen.

Dabei gab es erneut Zusammenstöße mit der Polizei. Wie ein AFP-Reporter berichtete, wurden aus den Reihen der zunächst friedlich demonstrierenden Demonstranten in der Nähe des Rathauses Wurfgeschosse auf die Polizei geschleudert. Die Polizei setzte Tränengas ein und wurde später durch Bereitschaftspolizisten verstärkt.

Demonstranten tragen in Marseille einen Banner mit der Aufschrift:"Frankreich steht nicht zum Verkauf" | Bildquelle: REUTERS
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Demonstranten tragen in Marseille einen Banner mit der Aufschrift:"Frankreich steht nicht zum Verkauf".

Der Nachrichtensender "France Info" berichtete von Demonstrationen von einigen Dutzend bis zu 1200 "Gelbwesten" auch in anderen Städten der Republik. Unter anderem in Nantes gab es ebenfalls Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Regierung erheblich unter Druck       

Massenproteste der "Gelbwesten" hatten die französische Regierung in den vergangenen zwei Monaten erheblich unter Druck gesetzt. Im Dezember brachte Präsident Emmanuel Macron eilends ein milliardenschweres Paket mit Sozialmaßnahmen auf den Weg, um den Konflikt zu entschärfen.

Ihren Namen haben die Demonstranten von den gelben Warnwesten, die sie während ihrer Kundgebungen und Straßenblockaden tragen.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 05. Januar 2019 um 1:15 Uhr.

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